deen
29.09.2018 Sa
19 Uhr

Karten pro Abend 18 € | ermäßigt 11 € Karten pro Konzert 10 € | ermäßigt 6 € Angegebene Preise im Ticketbüro des Radialsystems, online zzgl. Gebühren.

#bebeethoven Showcase

Konzerte und Performances

19 Uhr Outernational - Talk und Konzert mit Ketan Bhatti & Trickster Ensemble 21 Uhr Free Orchestra: Koka Nikoladze & PODIUM Ensemble / Juri de Marco & STEGREIF.orchester 22.30 Uhr #bebeethoven Aftershow-Party Im Fellowship-Programm #bebeethoven von PODIUM Esslingen beschäftigen sich zwölf junge Künstler bis zum Beethoven-Jubiläum 2020 mit zentralen Fragen und neuen Ansätzen des zeitgenössischen Musikschaffens. In einem Showcase im Radialsystem bieten fünf Fellows an zwei Abenden mit Konzerten, Performances und Gesprächen einen Einblick in ihre Arbeiten. Neben dem inszenierten Konzert "Traumwerk" des Ensemble CONTINUUM zeigt Kaan Bulak eine elektroakustische Performance zu seinem neuen Pianoalbum "impromptu". Bei "Free Orchestra" stellt Koka Nikoladze anhand seiner "Interactive Symphony" eine neue Kompositionsform names "Blinkscore" und das improvisierende STEGREIF.orchester die aktuelle Produktion "#freebrahms" vor. Darüber hinaus präsentiert Elisa Erkelenz ihr Outernational-Projekt mit Schlagzeuger und Komponist Ketan Bhatti. Schlagzeuger, Komponist und Produzent Ketan Bhatti ist ein Weltensammler: Das von Cymin Samawatie und ihm gegründete Berliner Trickster Orchestra - hier in einer kleineren Variante als Ensemble - ist benannt nach der mythologischen Figur des ambivalenten Gestaltenwandlers. Es öffnet sich ein Raum des reizvollen Dazwischen: Herausragende Instrumentalsolisten stoßen über das Konzept der Nachahmung des "Anderen" feinsinnige, neue Klanggalaxien auf. Improvisatorische Suchbewegungen verwandeln sich in Kammermusik, freie Sounds von Kanun zur chinesischen Sheng verfließen zu elektronischen Tracks. Postgenre, Postnation. Vor dem Konzert mit Ketan Bhatti und dem Trickster Ensemble spricht #bebeethoven-Fellow Elisa Erkelenz mit Ketan Bhatti über die Hintergründe des Projekts Outernational. Einzeltickets für "Outernational" finden Sie hier: http://bit.ly/bebeethoven_Outernational Im ersten Teil des Konzerts ist der Komponist und Tüftler Koka Nikoladze mit dem 15-köpfigen PODIUM Ensemble zu hören. Im Rahmen von #bebeethoven entwickelt er u.a. die "Blinkscore", eine neuartige Notentechnologie, die besondere musikalische Formen der Live-Interaktion zwischen Musikern und Dirigent bzw. Komponist ermöglicht. Koka Nikoladze schafft mit der "Blinkscore" eine ästhetisch ansprechende performative Musikform, die an diesem Abend mit einem Satz aus dem Zyklus "Interactive Symphony" zu erleben ist. In der vielbeachteten und gefeierten Inszenierung #freebrahms begibt sich das STEGREIF.orchester mit einer Mischung aus Jazz, Rock und Salsa auf die Spuren der dritten Sinfonie von Johannes Brahms. Dabei greift das Ensemble um den kreativen Multiinstrumentalisten Juri de Marco in die Komposition Brahms' ein - ohne dass das Original des romantischen Komponisten dabei verloren geht und kreiert so eine außergewöhnliche Klangperformance. Im #bebeethoven Showcase spricht Juri de Marco in einer performativen Projektvorstellung über Hintergründe und Arbeitsweisen dieses besonderen Orchesters, das im Anschluss Auszüge aus #freebrahms live interpretiert. Einzeltickets für "Free Orchestra" finden Sie hier: http://bit.ly/bebeethoven_FreeOrchestra #bebeethoven Anlässlich des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven, der wie kaum ein anderer für radikale Innovationen in der Musik steht und das Künstlerbild nachfolgender Generationen geprägt hat, untersucht das PODIUM Esslingen zusammen mit zwölf jungen Künstlern im Fellowship-Programm #bebeethoven grundlegende Fragen und Strukturen des Komponierens: Wie wird heute komponiert? Welche Rollen spielen neue Technologien? Was wird aus der klassischen Musik in einer globalisierten Welt und wie sieht das Musikschaffen in Zukunft aus? Im Rahmen von #bebeethoven werden bis zum Abschlussfestival in Esslingen und Bonn im Jahr 2020 die zentralen Handlungsfelder des Musikschaffens - Komposition, Konzertdesign, Interpretation, Musik & Technologie, Performance und Outernational - künstlerisch-experimentell erprobt. Neue Ideen und Ansätze sowie zukunftsweisende Formate sollen entstehen. Das Radialsystem ist neben dem CTM Festival, Ensemble Resonanz, Operadagen Rotterdam, Tonhalle-Orchester Zürich und ZKM-Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe einer der sechs renommierten Kooperationspartner, die neue Produktions- und Spielweisen im Bereich der "Kunstmusik" erforschen und die Ergebnisse präsentieren. Geboren 1987 in Moers, beginnt Elisa Erkelenz bereits mit 4 Jahren zunächst Geige und im Alter von 8 Jahren Klavier zu spielen. Mit 16 Jahren absolviert sie eine einjährige künstlerische Ausbildung auf der Insel La Réunion im indischen Ozean. Nach einem Studium der Literatur und Kulturwissenschaft in Bonn und Paris und verschiedenen Arbeiten zwischen Musik und Wort (WDR 3, rencontres e.V., NDR), studierte sie an der Hamburger Musikhochschule Kulturmanagement. Einer Tätigkeit bei der Elbphilharmonie sowie einem Engagement bei Musiker ohne Grenzen, das sie nach Ecuador führte, schließt sich 2012 eine Vollzeitstelle beim Ensemble Resonanz an. Seit 2017 ist sie neben ihrer Arbeit mit dem Ensemble Resonanz als freie Journalistin und Dramaturgin tätig. Im Rahmen ihres #bebeethoven-Projekts entwickelt sie unter dem Stichwort Outernational ein Exzellenznetzwerk, das den engen Horizont der Wahrnehmung klassischer Musik erweitert und die vielen musikalischen Strömungen außerhalb des bisherigen eurozentrischen Begriffs der klassischen Musik mit einbezieht. Koka Nikoladze, 1989 in Tiflis geboren, ist Komponist, Klangkünstler und Technologist. Er studierte Komposition an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und "New Music Technology" an der Norwegian Academy of Music, an der er sich zudem seit 2015 in seinem PhD Forschungsprojekt mit der Frage des "Performance Hacking" beschäftigt. Nikoladze ist als Solist und Musiker in verschiedenen Kammermusikensembles und Orchestern auf Bühnen in ganz Europa und den Vereinigten Staaten aufgetreten. Als Komponist schreibt er akustische und elektroakustische Musik für verschiedene Besetzungen. Die Interaktionen von Computer und Mensch interessieren ihn in seiner Arbeit ebenso wie das Entwickeln und Programmieren von Musiksoftware und Soundsystemen. Seine Arbeiten finden sich an den Schnittstellen von klassischer Komposition, Instrumentendesign, Performance und Installationen. Koka Nikoladze lebt und arbeitet in Norwegen. Im Rahmen seines #bebeethoven-Projekts arbeitet er an einem neuen Kompositionsmodell mit multimedialem Interface statt Noten und Partituren. Juri de Marco studierte an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" klassisches Horn mit Nebenfach Jazz-Klavier am Jazz Institut Berlin. Im Oktober 2015 begann er an der Leipziger Musikhochschule für Musik und Tanz - neben dem klassischen Hornstudium - das Jazztrompeten-Studium. Juri de Marco ist Stipendiat der Christel-Guthörle-Stiftung Reutlingen sowie von Concerto 21 (Alfred-Töpfer-Stiftung). Darüber hinaus ist er Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und trat als Solist mit verschiedenen Orchestern auf. 2015 gründete de Marco das STEGREIF.orchester, welches klassische Werke nicht nur neu interpretiert, sondern auch neu arrangiert und durch Improvisation und choreographische Elemente erweitert. 2017 gewann er mit dem STEGREIF.orchester den Start-Up Kulturpreis der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Für sein #bebeethoven-Projekt hat er es sich zur Aufgabe gemacht, ein neues Orchestermodell zu entwickeln, das mit Elementen der Improvisation und Choreographie arbeitet.

Besetzung

  • mit: Elisa Erkelenz, Koka Nikoladze, Juri de Marco und dem STEGREIF.orchester u.a.
  • Kuration und Künstlerischer Leiter von #bebeethoven: Steven Walter

Credits

#bebeethoven wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. Weiterhin wird das Projekt gefördert durch das Land Baden-Württemberg, die Baden-Württemberg-Stiftung und die L-Bank.

Bilder

Ketan Bhatti Ketan Bhatti © Promo
Koka Nikoladze Koka Nikoladze © Promo
STEGREIF.orchester STEGREIF.orchester © Moritz Esyot

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