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The Land of Milk(y) and Honey? The Land of Milk(y) and Honey? © Jerun Vahle
14.10.2018 So
18 Uhr

Eintritt frei

Festival

ID Festival: The Land of Milk(y) and Honey?

Israelis in Berlin – Preview Dokumentartheater

Israelis mit aktivem religiösem Hintergrund, israelische Araber, hoch politisierte Israelis und Israelis ohne jegliches Interesse an Politik: Das Dokumentartheaterstück "The Land of Milk(y) and Honey? Israelis in Berlin", das am 25. Oktober am English Theatre Berlin uraufgeführt wird, nimmt die "Puddingproteste" 2014 als Ausgangspunkt und stellt aktuelle Fragen zum Leben eingewanderter Israelis in Berlin und Deutschland. Die Performance zeichnet dabei ein facettenreiches Porträt verschiedener Communitys, die oft eher als undifferenzierte Gruppe wahrgenommen werden. Im Rahmen der Preview im Radialsystem geben Regisseur Daniel Brunet und die Performer Mica Dvir, Shlomi Moto Wagner und Renen Itzhaki mit einer kurzen szenischen Präsentation, Lesungen aus den zugrundeliegenden Interviews und einer Diskussion über die Inspiration zum Projekt erste Einblicke. Hintergrund Das Zitat des damalige israelischen Landwirtschaftsministers Yair Shamir in der Jerusalem Post markiert den Höhepunkt des so genannten "Milky-Protestes"/"Puddingproteste" im Jahr 2014: Die Facebook-Seite Olim L'Berlin (Alija nach Berlin) forderte in einem Beitrag Israelis dazu auf, wegen deutlich billigerer Lebenshaltungskosten nach Berlin zu ziehen. Der primäre Beweis? Aldis Puddingcreme mit Sahnehaube, ein Nachtisch, vergleichbar mit der in Israel beliebten Puddingmarke Milky, allerdings für weniger als ein Drittel des Geldes. Dieser Facebook-Post erhielt innerhalb von vier Tagen mehr als eine Millionen Likes und sorgte weltweit für Schlagzeilen. Aber ist Berlin ein gelobtes Land, in dem Milch und Honig fließen? Kommen Menschen aus Israel vor allem wegen des Lebensstandards, des Nachtlebens und des berühmten kulturellen Renommees? Was ist mit jenen Israelis, die wegen des aktuellen politischen Klimas das Land verlassen? Und welchen Einfluss hat die Geschichte des 20. Jahrhunderts sowie die zahlreichen Berichte über den zunehmenden Antisemitismus auf die Auswanderung von Israel nach Deutschland? Die drei israelischen Performer untersuchen diese Fragen anhand von Texten aus 60 Interviews mit einem breiten Spektrum von Gesprächspartnern. Das Festivalticket finden Sie hier: http://bit.ly/IDFestival2018 Daniel Brunet ist Regisseur, Performer, Produzent und Übersetzer. Er arbeitet u.a. am Haus der Kulturen der Welt, Berlin, und am Performance Space 122, New York. Seine jüngsten Arbeiten sind die bilinguale Performance "Knick-Knack to the Future | Ruckzuck in die Zukunft" mit dem Künstlerkollektiv copy & waste; die Uraufführung des Theater-stücks "The Most Unsatisfied Town" von Amy Evans (April 2016, WA 2017) und die Urauffühurng des Theaterstücks "Berlin Diary" von Andrea Stolowitz. Für seine zahlreichen Übersetzungen z.B. von Falk Richter, Roland Schimmelpfennig, Heiner Müller oder Dea Loher wurde Daniel Brunet mehrfach ausgezeichnet, seine Aufsätze und Übersetzungen erscheinen in international einschlägigen Medien. 2017 war er als Gastprofessor an der New School University in New York City tätig. Seit 2012 ist er Producing Artistic Director am English Theatre Berlin | International Performing Arts Center.

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  • Idee und Regie: Daniel Brunet
  • Performance: Mica Dvir, Shlomi Moto Wagner und Renen Itzhaki
  • Dramaturgie: Shlomo Lieberman
  • Bühne: Keren Korman
  • Lichtdesign: Christian Maith
  • Assistenz Bühne: Inga Aleknaviciute
  • Assistenz Regie: Naomi Boyce
  • Künstlerische Leitungs ID Festival: Ohad Ben-Ari

Stimmen

"I pity those who no longer remember the Holocaust and abandon Israel for a pudding." Yair Shamir, ehemaliger israelischer Landwirtschaftsminister, zu den sogenannten "Puddingprotesten" (Oktober 2014)

Credits

Eine Kooperation des ID Festival und des English Theatre Berlin | International Performing Arts Center.

The Land of Milk(y) and Honey? The Land of Milk(y) and Honey? © Jerun Vahle

Präsentiert von

Festival

12.10. - 14.10.

ID Festival

israelisch-deutsches Festival

Nach den erfolgreichen Ausgaben des Festivals in den vergangenen Jahren findet das ID Festival 2018 zum vierten Mal im Radialsystem statt und setzt dabei auf einen Neustart: Künstler der "next generation", neue Formate und neue Formen der Auseinandersetzung mit dem Thema Israel-Deutschland stehen im Fokus, zukunftsorientierte Fragestellungen werden auch auf Formen und Inhalte angewendet. Zu den Highlights zählen u. a. "Cinderella" als Ballettumsetzung einer Oper der gefeierten 13-jährigen Komponistin Alma Deutscher, eine alternativ-kabarettistische Schabbatfeier inklusive Buffet von Micki Weinberg, neue Formate von den Pianisten Tamar Halperin, Kai Schumacher und Matan Porat - kombiniert mit Lichtdesign, Electronics oder Yoga, eine Dokumentartheater-Uraufführung über israelisches Leben in Berlin, eine neue Folge des preisgekrönten SWR-Podcasts "We Love Israel" sowie die Ausstellung "L'Chaim - Auf das Leben". Der künstlerische Leiter und Festivalgründer Ohad Ben-Ari und sein Team wollen während des Festivals die Möglichkeit eines friedlichen, neugierigen Miteinanders in einer pluralen Gesellschaft erlebbar machen - für die heutige und die "next generation". Herkunft, Tradition, Identität, Zukunft und Zusammenleben: Seit seiner Gründung 2015 beschäftigt sich das ID Festival in vielfältigen künstlerischen Formaten mit wichtigen Themen der israelisch-deutschen Gemeinschaft. Dabei gibt das Festival in Deutschland lebenden und Künstlern israelischer Herkunft eine Bühne, regt Diskussionen, Austausch und Kooperationen an. Künstlerische Leitung ID Festival: Ohad Ben-Ari Das Festivalticket finden Sie hier: http://bit.ly/IDFestival2018 Weitere Informationen zum ID Festival finden Sie hier: https://idfestival.de/de/ Weitere Veranstaltungen des ID Festivals finden am 18. Oktober 2018 in der WABE und vom 25. - 27. Oktober und 01. - 03. November 2018 im English Theatre Berlin statt. Eine Veranstaltung des ID Festivals. In Kooperation mit dem Radialsystem, der WABE e. V. und dem English Theatre Berlin / International Performing Arts Center. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Szloma-Albam-Stiftung und die KIgA - Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus.