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Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik © Promo
18.01.2019 Fr
22 Uhr

Karten 15 € | ermäßigt 10 €

Festival

Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik

Sebastian Berweck, Silke Lange und Martin Lorenz

Als in den 1980er-Jahren die digitale Klangverarbeitung ihren Siegeszug antrat, verschwand in Windeseile ein ganzes Repertoire von elektronischen Musikstücken. Zu den Opfern der Digitalisierung gehörte auch "Stries" von Bernard Parmegiani, ein Triptychon für Tonband und (analoge) Synthesizer aus dem Jahr 1980. Sebastian Berweck hat sich als Archäologe betätigt, das Werk restauriert, Dateien lesbar gemacht und die alten Synthesizer aufgetrieben. Aus anachronistischen Geräten - Yamaha CS-40M, EMS Synthi AKS und Roland System 100/System 100M - erwächst erneut "eine atmosphärische Klangwelt voller Drones und kleiner Klangcharaktere, die aber weder als Alliteration an die Wirklichkeit noch als musikalische Erzählung verstanden werden wollen" (Sebastian Berweck). Sie zeigen, dass Immersion keine Erfindung von heute ist. Eines der ersten elektr(on)ischen Werke überhaupt stammt aus dem Jahr 1938. Johanna Beyer, Schülerin von Henry Cowell, schrieb "Music of the spheres" für drei nicht weiter spezifizierte "elektrische Instrumente". Diese Sphärenmusik fungierte als utopisches Interludium in dem größeren, fragmentarischen Werk "Status Quo", das den politischen Stand der Dinge heftig kritisierte. Im Radio: Deutschlandfunk Kultur, Konzert, 19.01.2019, ca. 21.45 Uhr kulturradio vom rbb, Musik der Gegenwart, 03.04.2019, 21.04 Uhr

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  • Synthesizer: Sebastian Berweck, Silke Lange und Martin Lorenz

Programm

Johanna Beyer (1888-1944) Music of the Spheres (1938) für drei Synthesizer Bernard Parmegiani (1927-2013) Stries (1980) I. Strilento II. Strio III. Stries für drei Synthesizer und Tonband

Credits

Eine Veranstaltung von Deutschlandfunk Kultur und kulturradio vom rbb.

Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik © Promo

Präsentiert von

Festival

18.01. - 19.01.

Ultraschall Berlin 2019

Festival für neue Musik

Auch zu seinem 20. Jubiläum bleibt Ultraschall Berlin, das Festival für neue Musik von Deutschlandfunk Kultur und kulturradio vom rbb, seinem Auftrag treu, wesentliche Entwicklungen der zeitgenössischen Musik exemplarisch abzubilden, Komponist*innen und Interpret*innen in Beziehung zueinander zu bringen und aktuelle Werke in Maßstäbe setzenden Aufführungen zu präsentieren. Die mit diesem Schlagwort nur unzureichend bezeichnete Neue Musik ist vielfältiger denn je und kennt keine Scheuklappen oder Genregrenzen. Ein zentrales Merkmal von Ultraschall ist daher die Balance aus Ur- und Erstaufführungen und die Beleuchtung von Werken der jüngeren Vergangenheit in aktuellem, verändertem Kontext. So stehen bei den fünf Konzerten im Radialsystem Werke von Natacha Diels, Christian Mason und Sara Glojnarić neben Werken von Georges Aperghis, Morton Feldman und Iannis Xenakis. Das Notos Quartett gibt der Besetzung Klavierquartett, die bislang in der zeitgenössischen Musik eher zurückhaltend beachtet wurde, neue Impulse, Sebastian Berweck, Silke Lange und Martin Lorenz spielen Musik für drei Synthesizer und das Ensemble Adapter präsentiert unter anderem "Music for Japan" und "Music for Europe". Ultraschall Berlin findet neben dem Radialsystem ebenfalls im Haus des Rundfunks Berlin, im Heimathafen Neukölln und an der Volksbühne statt. Das Tagesticket für Samstag finden Sie hier: https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1324770 Eine Veranstaltung von Deutschlandfunk Kultur und kulturradio vom rbb.