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SILENT SONGS into the wild SILENT SONGS into the wild © Dieter Hartwig
14.03.2019 Do
20 Uhr

Karten 14 € | 18 € | 24 € | ermäßigt 11 €

Wiederaufnahme

SILENT SONGS into the wild

Nico and the Navigators

"Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus…" Franz Schuberts Lieder erzählen vom Wandern und Fortgehen, von Abschied, Erfahrungen des Fremdseins und der Einsamkeit. In einem Staged Concert fragen Nico and the Navigators nach der Bedeutung dieser Werke in der Gegenwart: Wie hören wir Schuberts Lieder im 21. Jahrhundert - in einer Zeit, in der Millionen Menschen weltweit ihre Heimat verlassen müssen und auf der Flucht in neue Ungewissheiten sind? Begleitet von zwei Kameras beleuchten vier Sänger*innen, drei Performer*innen sowie ein Streichquartett, ein Klavier und eine E-Gitarre Schuberts Liedgut im Hier und Jetzt. Werke aus den Zyklen "Die schöne Müllerin", "Winterreise" und "Schwanengesang" werden mit weiteren Schubert-Liedern ineinander verwoben. Wie lassen sich Schuberts Lieder mit allen Sinnen in die Gegenwart transformieren? Im Spannungsfeld von Intimität und Ausbruch, von Vergangenheit und Gegenwart entwickeln die Protagonist*innen musikalische wie performative Interpretationen und finden so ihren ganz eigenen Zugang zu der Musik von einst. "Silent Songs into the wild" unter der künstlerischen Leitung von Nicola Hümpel lässt die Grenzen zwischen Konzert und Gesang, Tanz und Schauspiel, zwischen Hochkultur und Alltagsrealität verschwimmen und widmet sich der Wirkung und Brisanz des Schubertschen Liedguts nach rund 200 Jahren. Nico and the Navigators wurden 1998 von Nicola Hümpel & Oliver Proske am Bauhaus Dessau gegründet. Als Artists in Residence in den Berliner Sophiensælen entwickelten sie in den ersten Jahren den Zyklus "Menschenbilder" - eine Reihe erfolgreicher Inszenierungen, die sich mit ihrer bildstarken Sprache in der globalen Theaterlandschaft durchsetzten. Seit 2006 sind sie mit Projekten um Schubert, Händel, Bach, Rossini, Mahler und zeitgenössischer Musik in der Welt der Oper und des Musiktheaters zu finden. Das Ensemble geht weltweit auf Tour und ist an renommierten Häusern und Festivals zu sehen. 2011 wurde das Ensemble für seine Arbeit als herausragendes Ensemble der freien Theaterszene mit dem George-Tabori-Preis ausgezeichnet. Im September 2016 erhielt Nicola Hümpel den Konrad-Wolf-Preis durch die Akademie der Künste.

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  • Künstlerische Leitung: Nicola Hümpel
  • Bühne und Videotechnik: Oliver Proske
  • Musikalische Adaptionen: Tobias Weber
  • Dramaturgie: Philine Tiezel
  • Sopran: Julla von Landsberg
  • Kontra-Alt: Sarah Laulan
  • Tenor: Ted Schmitz
  • Bariton: Holger Falk
  • Choreographie und Tanz: Yui Kawaguchi, Anna-Luise Recke und Michael Shapira
  • Klavier: Matan Porat
  • E-Gitarre, Gitarre, und Kontrabass: Tobias Weber
  • mit: Apollon Musagète Quartett
  • Violine: Paweł Zalejski und Bartosz Zachłod
  • Viola: Piotr Szumieł
  • Violoncello: Piotr Skweres
  • Kostüme: Cristina Lelli
  • Kamera und Live Video Editing: Bodo Gottschalk
  • Licht: Fabian Bleisch
  • Ton: David Rusitschka
  • Bühnenbildassistenz: Holger Müller und Sonja Winkler
  • Produktion: Judith Bodenstein und Raphael Reher

Stimmen

"…Nico and the Navigators gelingt es, die Erfahrung von Fremdheit und Heimatsuche mit einer vielschichtigen Performance von Schuberts Liedern eindrucksvoll zu inszenieren… Am Ende erklingt das Finale aus Schuberts Streichquartett "Der Tod und das Mädchen" - so glasklar, energetisch und überzeugend, dass das Publikum lange nicht nach Hause gehen will..." (Der Tagesspiegel) "...Tatsächlich hat man die klassischen Lieder von Schubert selten so frisch und dann wieder so heiter und ironisch erlebt wie bei diesem furchtlos Grenzen einreißenden Ensemble... Am Ende, nach drei Stunden, wenn das d-Moll-Streichquartett "Der Tod und das Mädchen" erklingt, entlädt sich die - Begeisterung der Zuschauer.“ (Hamburger Abendblatt)

Credits

Eine Produktion von Nico and the Navigators und Bozar Music Brüssel. Koproduziert von den Niedersächsischen Musiktagen sowie dem Konzerthaus Berlin. In Kooperation mit der Elbphilharmonie. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die Rusch-Stiftung sowie aus Mitteln des Landes Berlin.

SILENT SONGS into the wild SILENT SONGS into the wild © Dieter Hartwig
SILENT SONGS into the wild SILENT SONGS into the wild © Dirk Bleicker

Weitere Termine dieser Veranstaltung

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