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Dreams of Electric Sheep Dreams of Electric Sheep © Promo
06.04.2019 Sa
20 Uhr

Tagesticket 18 € | ermäßigt 11 € Kombiticket 05. & 06. April 28 € | ermäßigt 18 € "Theorikon": Eintritt frei, Erläuterung siehe Text

Festival

Dreams of Electric Sheep: Der singende Kopf

Opernfraktal

Ist das Internet der Schlüssel zur ewigen Liebe? Mit Hilfe digitaler Daten werden Zeit und Raum, körperliche und seelische Unzulänglichkeiten überwunden und das Jenseits in endlose Datenströme aufgelöst. Das Opernfraktal "Der singende Kopf" stellt die ewige Frage nach der Angst vor dem Tod, der ultimativen Singularität. Würden wir ihn vermissen, wäre er überwindbar? Können wir in ihm Erfüllung erkennen, wenn wir ihn virtuell beherrschen? "Der singende Kopf" ist angelehnt an die chinesische Oper "Der Päonien-Pavillon" und an Ovids Epilog zur Geschichte von Orpheus und Eurydike. Verzweifelt über den Verlust seiner Geliebten weist Orpheus die Avancen der Mänaden, der Anhängerinnen des Dionysos, zurück. Diese reißen ihn wütend in Stücke und nur sein Kopf, sehnsüchtig klagend und singend, treibt auf dem Fluss bis ins Meer… Musikalisch erforscht Marc Sinans Partitur zwei entgegengesetzte Prinzipien des digitalen Wandels: Einerseits zwingen uns Algorithmen gnadenlos den Takt auf, andererseits lösen sich durch digitale Kommunikationsmöglichkeiten traditionelle gesellschaftliche Prinzipien. Wenn damit neue, nicht-hierarchische Kooperationen zwischen Künstler*innen möglich sind, kann dieses Ideal von Utopie auch auf die Gesellschaft angewendet werden? Das Kombiticket finden Sie hier: https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1361003 Das "Theorikon", das sogenannte Theatergeld, aus dem antiken Griechenland war eine staatliche Unterstützungsleistung, die den Bürger*innen Athens den Theaterbesuch ermöglichen sollte. Die Marc Sinan Company greift die Idee auf und lässt jede*n Besucher*in an der Abendkasse entscheiden, entweder ein reguläres Ticket zu erwerben oder "Theorikon" in Form einer Freikarte zu erhalten, die im Anschluss an die Vorstellung in einen Zehneuroschein umgetauscht werden kann. Das "Theorikon"-Kontingent ist begrenzt. Weitere Informationen zum "Theorikon" erhalten Sie per Mail an Annika Stadler (as@ymusic.de). Das Ensemble ConTempo Beijing, gegründet im Mai 2011, gilt als das erste Ensemble, das traditionelle chinesische Instrumente mit klassischen europäischen kombiniert. ConTempo Beijing möchte die Verbreitung der chinesischen zeitgenössischen Musik fördern und deren Entwicklung vorantreiben sowie den Austausch der zeitgenössischen Musik zwischen China und dem Ausland fördern. Das junge Ensemble hat sich bereits erfolgreich auf mehreren Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem TonLagen Dresdner Festival der zeitgenössischen Musik und dem Tongyeong International Music Festival in Korea vorgestellt und bisher insgesamt 45 Werke aufgeführt (darunter 12 Uraufführungen). Die Arbeiten des in der Türkei geborenen Klarinettisten, Improvisators und Komponisten Oğuz Büyükberber kreuzen zeitgenössische Komposition, Improvisation, türkische Musik sowie Jazz. Er studierte Bassklarinette bei Harry Sparnaay und schloss Theo Loevendies Kompositionsklasse am Amsterdamer Konservatorium ab. Im Laufe seine Karriere trat Büyükberber in ganz Europa, in den USA und in Japan auf und stand mit herausragenden Künstlern wie Zorn, Jim Black, Craig Harris, Butch Morris und Stella Chweisi zusammen auf der Bühne. Daniel Eichholz studierte Klassische Perkussion an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin. Er ist mehrfacher Preisträger und spielte in Orchestern wie dem NDR-Sinfonieorchester, dem Orchester der Staatsoper Hamburg und mit dem Schlagzeugensemble der Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle. Als Drummer, Perkussionist und Komponist ist er Mitglied der Formationen Hypercussion, 2raumwohnung, Toni Kater, Schulz und Söhne, Tenement und Squintaloo. Als Studio-Drummer trat Eichholz bei CD-Produktionen u. a. für die Bands Tocotronic, Marlon und Redkey in Erscheinung. Er hatte Konzertauftritte im In- und Ausland, etwa mit dem Staatsorchester Braunschweig in Nordafrika und mit dem Percusemble Berlin in China. Er lebt und arbeitet in Berlin. Almut Kühne ist Jazzsängerin und Interpretin Neuer Musik. Sie studierte bis 2008 am Jazzstudiengang der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin. Kühne gewann 2009 mit ihrem Soloprojekt den Studiopreis des Berliner Senats. Die CD Silver White Archives (im Duo mit Gebhard Ullmann) wurde 2014 für den Deutschen Schallplattenpreis nominiert. Unter eigenem Namen hat Kühne zwei Alben bei Unit Records veröffentlicht. Weiter war sie an einer CD-Produktion von Bachs "Weihnachtsoratorium" mit dem Dresdner Kammerchor und dem Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Riccardo Chailly beteiligt. Zudem hat sie Vokalwerke von Graewe, John Cage, Luigi Nono, Helmut Lachenmann, Ondrey Adamek und Michael Edward Edgerton interpretiert. Seit 2009 arbeitet die Autorin Maike Wetzel auch als Dramaturgin eng mit dem Komponisten Marc Sinan zusammen. Sie ist an der Konzeption vieler Projekte beteiligt. 2018 erschien ihr mit dem Robert-Gernhardt-Preis ausgezeichneter Roman "ELLY". Darüber hinaus erhielt sie zahlreiche weitere Preise wie das Stipendium des Auswärtigen Amtes für die Villa Aurora, das Alfred-Döblin-Stipendium der ADK Berlin, das Aufenthaltsstipendium des LCB Berlins sowie den Bayerischen Staatsförderpreis. Seit der Gründung von schnellebuntebilder im Jahr 2011 durch Johannes Timpernagel, Robert Pohle, Sebastian Huber und Michael Burk entwickelt das Kollektiv anspruchsvolle, mehrfach ausgezeichnete Multimedia-Designs und digitale Kunst, die zuletzt als großformatige Videomapping-Show bei der Eröffnung der Elbphilharmonie Hamburg zu sehen war.

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  • mit: Ensemble ConTempo Bejing
  • Dizi: Xiong Xiohan
  • Pipa: Fanhe Liu
  • Zheng: Jiakang Zhang
  • Sheng: Yang Zheng
  • mit: Marc Sinan Company
  • Klarinette und Modularer Synthesizer: Oğuz Büyükberber
  • Schlagzeug: Daniel Eichholz
  • Gesang und Performance: Almut Kühne
  • E-Gitarre und Elektronik: Marc Sinan
  • Performance: Rike Schuberty und Ulrike Langenbein
  • Komposition, Musikalische und Künstlerische Leitung: Marc Sinan
  • Libretto: Maike Wetzel
  • Stage Design: schnellebuntebilder
  • Konzept Performance und Objekte: Ulrike Langenbein
  • Dramaturgie: Holger Kuhla und Maike Wetzel
  • Produktionsleitung: Eric Nikodym und Annika Stadler

Credits

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa - Spartenoffene Förderung.

Dreams of Electric Sheep Dreams of Electric Sheep © Promo
Marc Sinan Marc Sinan © Esra Rotthoff

Präsentiert von

Festival

05.04. - 06.04.

Dreams of Electric Sheep - Ein utopisches Festival

Marc Sinan Company & Gäste

Was erwartet uns im digitalen Paradies? Dieser und anderen Fragen geht der zweite Teil des Festivals "Dreams of Electric Sheep", dessen erster Teil sich im Dezember 2018 mit dystopischen Aspekten von Digitalisierung beschäftigte, im Radialsystem nach. An zwei Tagen präsentiert das transmediale Festival in einer Mischung unterschiedlicher Genres, Medien und Disziplinen utopische Aussichten auf Cyber-Prothesen, Internet-Lesekreise und die Verzauberung durch virtuelle Welten. Am Abend des ersten Festivaltages geht die Autorin Nataly Bleuel in der musikalisch-theatralen Talkshow "#WTF 3000" unter der Regie von Holger Kuhla erneut gemeinsam mit Netzexpertinnen zentralen Fragen der Digitalisierung auf den Grund, bevor auf der anschließenden Party zur Musik von Paul Frick getanzt werden kann. Am zweiten Abend bringt die Marc Sinan Company gemeinsam mit dem Ensemble ConTempo Beijing das Opernfraktal "Der singende Kopf" zur Uraufführung. "Der singende Kopf" ist an Ovids Epilog zur Geschichte von Orpheus und Eurydike angelehnt und erforscht zwei entgegengesetzte Prinzipien des digitalen Wandels: Einerseits zwingen uns Algorithmen gnadenlos den Takt auf, andererseits lösen sich durch digitale Kommunikationsmöglichkeiten traditionelle gesellschaftliche Prinzipien… Das Festival wird gerahmt durch Workshops der CyberRäuber (Björn Lengers und Marcel Karnapke) zu Virtual Reality als Erzählmedium im Theater, in denen die Teilnehmer*innen gemeinsam mit den CyberRäubern die Möglichkeiten virtueller Darstellungen erkunden. Das Festivalticket finden Sie hier: https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1361003 Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa - Spartenoffene Förderung. Festivalticket 28 € | ermäßigt 18 € Tagesticket je 18 € | ermäßigt 11 € Workshop: Eintritt frei inkl. Freikarte für das Festival; Anmeldung über as@ymusic.de Das "Theorikon", das sogenannte Theatergeld, aus dem antiken Griechenland war eine staatliche Unterstützungsleistung, die den Bürger*innen Athens den Theaterbesuch ermöglichen sollte. Die Marc Sinan Company greift die Idee auf und lässt jede*n Besucher*in an der Abendkasse entscheiden, entweder ein reguläres Ticket zu erwerben oder "Theorikon" in Form einer Freikarte zu erhalten, die im Anschluss an die Vorstellung in einen Zehneuroschein umgetauscht werden kann. Das "Theorikon"-Kontingent ist begrenzt.