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Lukas Avendaño Lukas Avendaño © Promo
20.07.2019 Sa
21 Uhr

Karten 16 Euro ermäßigt 10 Euro

Festival

Plataforma Berlin: Requiem for an Alcaravan

Lukas Avendaño

Lukas Avendaño beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit der Kultur der indigenen, südmexikanischen Bevölkerungsgruppe der Zapoteken und der Reflexion von Geschlechterbildern. „Requiem for an Alcaravan“ ist ein performativer Tanz der Mann-Frau. Durch die „Muxheidad“ sind gelebte männliche Homosexualität und gleichgeschlechtliche Ehe – mit einigen Widersprüchen – Teil der Kultur der indigenen Bevölkerungsgruppe der Zapoteken. Muxe sind Männer, die affektiv, emotional und sexuell Rollen annehmen, die kulturell sonst Frauen zugeschrieben werden. Gleichzeitig ist die „Muxheidad“ auch eine verschleierte soziale Akzeptanz und eine Feier dessen, was noch immer als Überschreitung gilt. In der Tanzperformance von Lukas Avendaño sind die Zuschauenden dazu eingeladen, an weiblichen Übergangsritualen teilzunehmen: der traditionellen Hochzeit, dem Verwaltungsakt, dem Heilungsgebet, der Trauer, der Metamorphose. Die Seele des*der Tänzer*in wird von einem Vogel – einem Triel (Spanisch: alcaravan) – verkörpert. Lukas Avendaño ist ein aufstrebender mexikanischer Performance Künstler, dessen jüngste Arbeiten insbesondere aus queeren künstlerischen Interventionen bestehen, die sich speziell mit der „Muxheidad“ auseinandersetzen. Er verkörpert in ihnen die komplexe Identität von Muxen, männlichen Homosexuellen aus der Landenge Tehuantepec in Südmexio, denen er selbst angehört. Seine cross-dressing Performances verweben rituellen Tanz mit autobiografischen Passagen und Handlungen, die das Publikum mit einbeziehen.

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  • Konzept und Performance: Lukas Avendaño
Lukas Avendaño Lukas Avendaño © Promo

Festival

18.07. - 21.07.

Plataforma Berlin – A Brave Post-Colonial World

Ibero-American Festival

Tanz, Installation, Film und Diskurs: Das Festival „Plataforma Berlin“ präsentiert an vier Hochsommertagen im radialsystem Künstler*innen mit iberoamerikanischem Hintergrund. Die preisgekrönte mexikanische Compagnie Cuarto X Cuarto stellt mit der Performance „El Cuerpo Vacío“ den Körper als ‚absolute Wahrheit‘ in den Mittelpunkt. Das installative Performance-Projekt „Hybris“ aus Kolumbien setzt sich mit durch den Menschen verursachte Veränderungen und Hybridisierungen in der Natur auseinander. Der Dokumentarfilm „HÍBRIDOS, The Spirits of Brazil“ – 2018 erstmals gezeigt – wurde bereits auf zahlreichen Festivals präsentiert und gibt auf ungewöhnliche Weise sinnliche Eindrücke der tief verwurzelten Musik- und Tanzkultur Brasiliens. Die Performance „Requiem for an Alcaravan“ bezieht sich auf die Kultur der indigenen Bevölkerungsgruppe der Zapoteken in Mexiko und die Reflexion von Geschlechterbildern. Der Körper als Zentrum: Das dreiwöchige Festival „Plataforma Berlin“ im radialsystem, im Verlin und im Dock 11 reflektiert mit Tanz, Diskussionen, Dokumentarfilmen und Tanzvideocollagen die Transformation von Entkolonialisierungsprozessen und Überlebensformen, die Künstler*innen bei ihrer Auswanderung nach Berlin oder als Teil lokaler Utopien entwickeln konnten. Die Forschungsreise von „Plataforma Berlin“ eröffnet einen Dialograum zwischen den Kontinenten, in dem durch eine transdisziplinäre Reflexion des menschlichen Körpers die Themen Klimawandel, (Post-)Kolonialismus, die Krise der Beziehung zwischen Mensch und Natur oder die Verbindung zwischen Kunst und Natur eine Plattform finden. Die Inspiration für das Festival ist die sogenannte „Humboldt-Route“. Der Naturforscher Alexander von Humboldt unternahm Ende des 18. Jahrhunderts von Spanien aus eine legendäre fünfjährige Forschungsreise u.a. in die Karibik, den Amazonas-Regenwald und zu mexikanischen Vulkanen. „Plataforma Berlin“ begibt sich ebenfalls auf interkontinentale Expedition und setzt dabei die auf Universalismus, Aufklärung und Fortschritt basierenden Konzepte der frühen Moderne in ein kritisches Verhältnis zur ökologischen, ökonomischen und sozialen Ausbeutung des „entdeckten“ Kontinents. Die aus den von Humboldt bereisten Gebieten eingeladenen Künstler*innen beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit lokalen Konflikten und stellen diese in globale und koloniale Zusammenhänge. „Plataforma Berlin“ ist gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa – spartenoffene Förderung, Instituto Cervantes und die Spanische Botschaft Berlin. Karten Performances 16 Euro ermäßigt 10 Euro Karten „HÍBRIDOS“ 8 Euro ermäßigt 4 Euro Kombiticket aus 2 Performances (ohne „HÍBRIDOS“) 24 Euro ermäßigt 16 Euro Kombiticket aus 3 Performances (ohne „HÍBRIDOS“) 36 Euro ermäßigt 22 Euro Podiumsdiskussionen Eintritt frei

Weitere Termine dieser Veranstaltung

So
18 Uhr
21.07.2019

Weitere Veranstaltung des Festivals

18.07.2019 Do

Plataforma Berlin: HÍBRIDOS, The Spirits of Brazil

18.07.2019 Do

Plataforma Berlin: El Cuerpo Vacío

19.07.2019 Fr

Plataforma Berlin: Hybris