deen
Zoomorphic Bodies Zoomorphic Bodies © Robert Kingsbury
08.08.2019 Do
18 Uhr

Karten 12 Euro ermäßigt 8 Euro In Verbindung mit einer Karten für „Impromptus“ 8 Euro (online im Vorverkauf und an der Abendkasse)

Zoomorphic Bodies

Showing Jonathan Osborn

Inspiriert von dem Phänomenologen Alphonso Lingis, dem Ethnologen Roberto Marchesini und der Philosophin Elizabeth Grosz, untersuchen die beiden Soli „Zoomorphic Bodies“ des Choreografen Jonathan Osborn die Psychogeografie von zwei Berliner Institutionen, die das Leben von Tieren inszenieren und das Potential nichtmenschlicher Körper erforschen – mit dem Ziel, unsere Wahrnehmung von Form, Rhythmus und Bewegung zu verschieben. Im Kontext einer phänomenologisch orientierten in situ-Forschung entstanden, konzentriert sich das Solo „ARCHE“ (2018) mit der kanadischen Soloperformerin Danielle Baskerville auf die vielen hundert unterschiedlichen Tierarten im Zoologischen Garten in Berlin. Das Solo „FOSSIL“ (2019) mit dem in Berlin lebenden Künstler Orlando Rodriguez untersucht die inaktive, aber noch existierende paläontologische Sammlung des Berliner Museums für Naturkunde. "FOSSIL" entsteht im Rahmen einer von Sasha Waltz & Guests initiierten Residenz am radialsystem. Beide Arbeiten sind zeitgenössische Reflexionen über die sublime Fähigkeit nichtmenschlichen Lebens, gleichzeitig exakt und tiefgründig den menschlichen Körper und Choreografie zu beeinflussen – und dabei die anthropozentrische Ästhetik aus dem Gleichgewicht zu bringen. Jonathan Osborn lebt in Toronto und ist Choreograf, Forscher und Lehrer. Seine akademischen und künstlerischen Interessen konzentrieren sich auf die Untersuchung menschlich-tierischer choreografischer Verbindungen und die Inszenierung von Orten, die Natur und Kultur verbinden – wie Zoologische Gärten und Museen. Osborn machte seinen Abschluss an der School of Toronto Dance Theatre und schuf über 16 choreografische Arbeiten, hauptsächlich Soli. Osborn promovierte überdies an der York University; seine Forschungsarbeiten werden u.a. in „Narrative in Performance“ (2018) und „Zoo Studies: A New Humanities“ (2019) veröffentlicht. Danielle Baskerville arbeitet mit führenden zeitgenössischen Tanzkompanien und Choreograf*innen in Kanada zusammen und erhielt mehrere Auszeichnungen. Sie ist künstlerisches Mitglied der D.A. Hoskins’ The Dietrich Group und des Tanztheaters David Earle. Zur Zeit arbeitet sie mit Choreograf*innen wie James Kudelka, Bill Coleman, Jonathan Osborn und Kate Alton zusammen. Baskerville hat einen Master in Dance Studies an der York University abgeschlossen. Neben ihrer künstlerischen und lehrenden Tätigkeit arbeitet sie für das Magazin „The Dance Current“ und ist Teil der Geschäftsleitung der Canadian Alliance of Dance Artists-Ontario. Orlando Rodriguez wurde im venezolanischen Caracas geboren. Nach seinem Abschluss an der University of Arts in Caracas (2001) erhielt er 2004-2007 ein Stipendium der Folkwang Universität der Künste in Essen. Heute agiert er europaweit als freischaffender Performer und Choreograf mit Wohnsitz in Berlin. Seine bisherigen Kollaborationspartner*innen umfassen unter anderen MOUVOIR/ Stephanie Thiersch, Davide Camplani, Cie. Morphose/Soraya Thomas, Vincent Bozek, Sergiu Matis und Verónica Santiago. Seit 2009 ist er in zahlreichen Produktionen von Sasha Waltz zu sehen und gibt Meisterklassen in Deutschland, Frankreich, Venezuela und Litauen.

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  • Stück: ARCHE
  • Choreografie: Jonathan Osborn
  • Tanz: Danielle Baskerville
  • Stück: FOSSIL
  • Choreografie: Jonathan Osborn
  • Tanz: Orlando Rodriguez
  • Kostüm: Alicia Zwicewicz
  • Musik: Benjamin Boles

Credits

Die Entwicklung von „ARCHE” wurde unterstützt vom Toronto Arts Council und dem Ontario Arts Council. Die Entwicklung von „FOSSIL” wurde unterstützt vom Canada Arts Council und Sasha Waltz & Guests.

Zoomorphic Bodies Zoomorphic Bodies © Robert Kingsbury