deen
in the land of small details in the land of small details © Phil Dera
29.12.2019 So
20 Uhr

Karten 14 Euro 18 Euro 22 Euro ermäßigt 12 Euro

Premiere

in the land of small details

Performance von laborgras

Eine Reise in die bizarr-fantastische Welt der Details: In der Soloperformance „in the land of small details“ von laborgras betritt die Protagonistin Renate Graziadei eine Welt, in der die Naturgesetze außer Kraft gesetzt scheinen. Gemeinsam mit dem Publikum verlässt sie das sowohl physikalisch und körperlich als auch intellektuell Gewohnte und begibt sich in die Auseinandersetzung mit dem Extremen. Was passiert mit unserer Wahrnehmung, wenn wir Konventionen aufbrechen? Welche Spannungen, Schönheiten, Skurrilitäten können dabei entstehen? In einem Experimentierfeld von Zeit, Wahrnehmung und Transformation entstehen durch ständige Regelverschiebungen neue bildgewaltige Realitäten und Emotionen jenseits von Alltagserfahrungen. Bühne, Kostüm und Musik sind in „in the land of small details“ wichtige Spielelemente der Performerin: Das durch Videoprojektionen ergänzte Bühnenbild entführt sie in unterschiedliche Umgebungen, die Kostüme zwingen sie dazu, sich und ihren Körper immer wieder neu zu organisieren – mal führt dabei jede Bewegung zu Zerbrechlichkeit, mal scheint der plötzlich überdimensionierte Körper den „normalen“ Bewegungen im Weg zu sein. Die Musik, live aufgeführt von Kai von Glasow, wird zur Mit- und Gegenspielerin, zur Katalysatorin und zeitweise zur Protagonistin. Von den Tänzer*innen und Choreograf*innen Renate Graziadei und Arthur Stäldi 1994 in Hamburg gegründet, ist das Kollektiv laborgras seit 2000 in Berlin ansässig. Im zeitgenössischen Tanz verankert, nehmen die Zusammenarbeit mit Künstler*innen verschiedener Genres, die Bewegungserforschung und das interdisziplinäre Experimentieren wichtige Positionen in ihrem Selbstverständnis ein. Die Produktionen von laborgras wurden mehrfach ausgezeichnet und zu verschiedenen Festivals eingeladen. „I, myself and me again“ (2006) wurde auf zahlreichen internationalen Festivals präsentiert und als herausragende interdisziplinäre Arbeit besprochen. 2009 produzierte laborgras mit Unterstützung von Sasha Waltz & Guests im Rahmen von „Choreographen der Zukunft“ das Solo "Rückwärts", das bei Tanz im August 2009 uraufgeführt wurde. Im März 2015 erhielt laborgras den Kunstpreis Berlin in der Sparte Darstellende Künste, und im September 2015 wurde Renate Graziadei für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST für ihre tänzerische Leistung in der Produktion „Transition“ nominiert. Renate Graziadei, geboren in Österreich, begann ihre Tanzausbildung in der Schweiz. Anschließend studierte und arbeitete sie drei Jahre in New York, wo sie u.a. bei der Nina Wiener Dance Company tanzte. Nach ihrer Rückkehr nach Europa arbeitete sie mit Rui Horta beim S.O.A.P. Dance Theatre Frankfurt und anschließend mit der Hamburger Tanzgruppe COAX. Im Herbst 1994 gründete sie gemeinsam mit Arthur Stäldi das Kollektiv laborgras. Seit der Gründung von laborgras hat sie gemeinsam mit Arthur Stäldi zahlreiche Projekte realisiert und war an diversen Produktionen anderer Künstler*innen beteiligt. 1997 und 1998 erhielt sie ein Stipendium des danceWEB Programms der Internationalen Tanzwochen in Wien. In der jährlichen Kritikerumfrage der Zeitschrift Tanz wurde sie 1997 als profilierte Nachwuchstänzerin und 2010 als beste Tänzerin ausgezeichnet. Seit 1996 unterrichtet sie regelmäßig an verschiedenen Institutionen im In-und Ausland zeitgenössische Tanztechnik, Improvisation und Komposition. Seit Sommer 2004 arbeitet sie als Korrepetitorin und seit 2008 als Tänzerin bei Sasha Waltz & Guests. Die längste und engste Zusammenarbeit besteht seit 1999 mit dem Choreografen David Hernandez. 2016/17 war sie Gasttänzerin für die Produktion „Hommage à Dore Hoyer“ am Theater Trier/Company Susanne Linke.

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  • Konzept und Choreografie: laborgras (Renate Graziadei & Arthur Stäldi)
  • Dramaturgie: Arthur Stäldi
  • Performance: Renate Graziadei
  • Musik (Komposition und Live-Performance): Kai von Glasow
  • Technische Leitung und Licht: Emma Julliard
  • Kostüme und Bühnenbild: Daniele Drobny
  • Produktionsleitung: Inge Zysk und Raquel Moreira

Rahmenprogramm

Silvester im radialsystem: Vor der Vorstellung bietet organiced. bio ein Buffet mit regionalen Biospezialitäten an, anschließend geleitet DJ Ipek mit internationalem Fusion-Sound ins Neue Jahr. Feiern Sie mit uns!

Credits

Eine Produktion von laborgras. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Made in Studio laborgras.

in the land of small details in the land of small details © Phil Dera
in the land of small details in the land of small details © Phil Dera

Präsentiert von

Weitere Termine dieser Veranstaltung

Mo
20 Uhr
30.12.2019
Di
21 Uhr
31.12.2019

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