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Jeremias Schwarzer Jeremias Schwarzer © Felix Broede
18.01.2020 Sa
14 Uhr

Karten 15 Euro ermäßigt 10 Euro Tageskarte Samstag 50 Euro ermäßigt 35 Euro

Festival

Ultraschall Berlin

Jeremias Schwarzer & Minguet Quartett

Im Rahmen dieses Ultraschall-Konzerts präsentieren der bekannte Blockflötist Jeremias Schwarzer und das Minguet Quartett die klanglichen Möglichkeiten der Blockflöte – die längst ihrem Ruf als Musikschulinstrument entwachsen und nicht mehr nur Teil der Alten Musik ist – und die Attraktivität des Streichquartetts in der Musik der Gegenwart. Dieses Potenzial zeigen die Uraufführung eines Werks von Dai Fujikura und eine Neufassung des 5. Streichquartetts von Jörg Widmann. Ursprünglich komponiert für Streichquartett mit Sopran, nennt es Widmann einen „Versuch über die Fuge“, bei dem zahlreiche Anläufe zu einem Fugenthema Fragmente bleiben, jedoch für sich Beziehungspunkte bilden. In der Neufassung wird die Sopranstimme von einer Blockflöte gespielt. Sarah Nemtsovs Streichquartett „weggeschliffen“ bezieht sich unter anderem auf den Vers „Schwerer werden. Leichter sein.“ aus Paul Celans Gedicht „Die Niemandsrose“. Wie attraktiv die Herausforderung der Gattung Streichquartett bis in die junge Komponist*innengeneration immer noch ist, zeigt auch die Deutsche Erstaufführung eines neuen Werkes von Elnaz Seyedi. Jeremias Schwarzer hat sich als Blockflötist durch seine Virtuosität und Musikalität in der Welt der Alten ebenso wie der Neuen Musik einen hervorragenden Namen gemacht. Große internationale Beachtung erzielte 2018 die Uraufführung von Salvatore Sciarrinos „4 Adagi" für Blockflöte und Orchester mit der Filarmonica della Scala unter Daniel Harding an der Mailänder Scala. Seitdem ist Jeremias Schwarzer international auf bedeutenden Konzertpodien zu erleben. Er unterrichtet als Professor für Blockflöte und Aktuelle Musik an der Hochschule für Musik Nürnberg, außerdem im Rahmen von Meisterkursen, Vorträgen und Residenzen in Europa, den USA und Asien. Zahlreiche CD-Veröffentlichungen erschienen unter anderem bei Moeck, Neos, Wergo, HatHut und Channel Classics. Das Minguet Quartett, gegründet 1988, zählt heute zu den international gefragtesten Streichquartetten und gastiert in den großen Konzertsälen der Welt. Namenspatron ist Pablo Minguet, ein spanischer Philosoph des 18. Jahrhunderts, der sich in seinen Schriften darum bemühte, dem breiten Volk Zugang zu den Schönen Künsten zu verschaffen: Das Minguet Quartett fühlt sich dieser Idee auf seinen Konzertreisen mehr denn je verpflichtet. Das Ensemble konzentriert sich auf die klassisch-romantische Literatur sowie die Musik der Moderne gleichermaßen und engagiert sich durch zahlreiche Uraufführungen für Kompositionen des 21. Jahrhunderts. Begegnungen mit bedeutenden Komponist*innen unserer Zeit inspirieren die vier Musiker*innen zu immer neuen Programmideen. 2015 wurde das Minguet Quartett mit dem renommierten französischen Diapason d'Or des Jahres ausgezeichnet.

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  • Blockflöten: Jeremias Schwarzer
  • mit: Minguet Quartett
  • Violine: Ulrich Isfort und Annette Reisinger
  • Viola: Aroa Sorin
  • Violoncello: Matthias Diener

Programm

Elnaz Seyedi Neues Werk (2018/19) für Streichquartett Deutsche Erstaufführung Sarah Nemtsov weggeschliffen (2018) für Streichquartett mit Verstärkung und Effekten Sarah Nemtsov IRA (2013) für präparierte Paetzoldbassflöte und Zuspiel Dai Fujikura Serene (2019) für Tenor-, Sopranino- und Bassblockflöte Uraufführung Jörg Widmann Versuch über die Fuge. 5. Streichquartett mit Sopran (2005/19) Erstaufführung der Fassung mit Blockflöte.

Credits

„Ultraschall Berlin“ ist eine Veranstaltung von rbbKultur und Deutschlandfunk Kultur.

Jeremias Schwarzer Jeremias Schwarzer © Felix Broede
Minguet Quartett Minguet Quartett © Frank Rossbach

Festival

18.01. - 19.01.

Ultraschall Berlin 2020

Festival für neue Musik

Die Szene der neuen Musik erweist sich seit jeher und aktuell mehr denn je als ein Kosmos künstlerischer Individuen und damit als Fülle an Klängen, Ideen, aber auch außermusikalischen Einflüssen, Meinungen und Haltungen. Seit über zwanzig Jahren versteht sich „Ultraschall Berlin“, das Festival für neue Musik von rbbKultur und Deutschlandfunk Kultur, das in diesem Jahr vom 15. bis zum 19. Januar stattfindet, als ein Forum für die Abbildung, Befragung und Rekontextualisierung zentraler Strömungen und wesentlicher Entwicklungen dieses Teils der Gegenwartskultur. Dabei sind die Balance aus Ur- und Erstaufführungen und die Beleuchtung von Werken der jüngeren Vergangenheit in aktuellem Kontext seit Beginn zentrale Anliegen von „Ultraschall Berlin“. So stehen Uraufführungen von Kaj Duncan David, Sarah Nemtsov oder Dai Fujikura neben „Klassikern“ des Repertoires von Rebecca Saunders oder Jörg Widmann. Im radialsystem präsentieren Jeremias Schwarzer und das Minguet Quartett die klanglichen Möglichkeiten der Blockflöte und die Attraktivität des Streichquartetts in der Musik der Gegenwart. Christoph Grund spielt Stücke von Rebecca Saunders, Sarah Nemtsov und Iris ter Schiphorst und KOMMANDO HIMMELFAHRT zeigt das gemeinsam mit dem Komponisten Kaj Duncan David entwickelte elektronische Musiktheater „Also sprach Golem“ als Uraufführung. Das Black Page Orchestra widmet sich Werken von Mirela Ivičević. Neben dem radialsystem sind der Große Sendesaal des rbb, die Akademie der Künste und der Heimathafen Neukölln in diesem Jahr Veranstaltungsorte von „Ultraschall Berlin“. Ergänzt wird das Festivalprogramm durch Gespräche mit Musiker*innen und Komponist*innen sowie das Schüler*innenprojekt der UltraschallReporter. Karten „Jeremias Schwarzer & Minguet Quartett“ und „Christoph Grund“ 15 Euro ermäßigt 10 Euro Karten „Also sprach Golem“ und „The Black Page Orchestra“ 18 Euro ermäßigt 12 Euro Tageskarte Samstag 50 Euro ermäßigt 35 Euro Die Tageskarte für Samstag finden Sie hier: https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1500471 „Ultraschall Berlin“ ist eine Veranstaltung von rbbKultur und Deutschlandfunk Kultur.