deen
Christoph Grund Christoph Grund © Anna Falckenstein
18.01.2020 Sa
17 Uhr

Karten 15 Euro ermäßigt 10 Euro Tageskarte Samstag 50 Euro ermäßigt 35 Euro

Festival

Ultraschall Berlin

Christoph Grund

Der renommierte Pianist und Komponist Christoph Grund stellt in seinem Solokonzert Werke der Komponistinnen Rebecca Saunders, Iris ter Schiphorst sowie eine Uraufführung von Sarah Nemtsov vor. Sarah Nemtsov, die in diesem Jahr mit vier Werken bei „Ultraschall Berlin“ vertreten ist, schreibt als Kompositionsauftrag von rbbKultur ein neues Werk für den Pianisten Christoph Grund, in dem sie den Klavierklang mit elektronischen Mitteln erweitert. Zusätzlich korrespondiert die Musik mit einem neuen Stummfilm von Shmuel Hoffman und Anton von Heiseler. Ein Wiederhören gibt es mit „Eden cinema II“ von Iris ter Schiphorst, komponiert in den 1990er-Jahren und uraufgeführt vor fünfzehn Jahren. Inspiriert wurde das Stück, das die Komponistin zu ihren Lieblingsstücken zählt, durch das Werk und die Biografie der Schriftstellerin und Filmregisseurin Marguerite Duras. Rebecca Saunders hat ihrem Klavierstück „crimson“ ein Zitat aus James Joyces Roman „Ulysses“ vorangestellt: „...und O dieser schreckliche tiefe Strom O und das Meer das Meer purpurrot manchmal wie Feuer und die glorreichen Sonnenuntergänge und... ja...“ Die Farbe purpurrot versteht die Komponistin als Definition ihrer Intention bei der Zusammenstellung kontrastierenden Materials zweier separater Klaviersoli, aus denen dieses Stück hervorgegangen ist. Sowohl als Komponist als auch als Instrumentalist ist Christoph Grund, geboren 1961, eine feste Größe in der Neue Musik Szene. Sein vielseitiges Engagement umfasst Solo-, Ensemble- und Orchesterauftritte bei renommierten Festivals und in den großen Konzertsälen der Welt, sowie eine viele Sparten umfassende Liste an Kompositionen. Sein kompositorisches Handwerk lernte er bei Eugen Werner Velte, Mathias Spahlinger und Wolfgang Rihm, Stipendien erhielt er u. a. vom Internationalen Musikinstitut Darmstadt und der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWF. Neben Solo- und Kammermusik, Stücken für Tonband und elektronischer Musik, Werken für Chor und für Kammerorchester, Musik für Theater und für Film, schrieb er zahlreiche Hörspielmusiken und entwickelte in Zusammenarbeit mit der Sängerin Birthe Bendixen eine zeitgenössische Form des Hörtheaters. Schwerpunkte seines pianistischen Repertoires sind die Werke von Beethoven, Schubert, Bartók, Schönberg, Satie, Boulez, Berio, Ives, Cage, Feldman, Nono und Kurtág. Außerdem verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit vielen namhaften Komponist*innen, so mit Lachenmann, Rihm, Saunders, Andre, Bedrossian, Haas, ter Schiphorst, von Schweinitz, Nemtsow und Odeh-Tamimi. Darüber hinaus lehrt Christoph Grund in Gastseminaren an europäischen Hochschulen weiter.

‌‌

  • Klavier: Christoph Grund

Programm

Rebecca Saunders crimson (2004/05) für Klavier Iris ter Schiphorst Eden cinema II (1996) für präpariertes Klavier und Sampler Sarah Nemtsov Mountain & Maiden Ein Film von Shmuel Hoffman & Anton von Heiseler mit einer Komposition von Sarah Nemtsov für Keyboard (mit verstärktem Klavier und Stimme) Uraufführung Auftragswerk des rbb

Credits

„Ultraschall Berlin“ ist eine Veranstaltung von rbbKultur und Deutschlandfunk Kultur.

Christoph Grund Christoph Grund © Anna Falckenstein

Festival

18.01. - 19.01.

Ultraschall Berlin 2020

Festival für neue Musik

Die Szene der neuen Musik erweist sich seit jeher und aktuell mehr denn je als ein Kosmos künstlerischer Individuen und damit als Fülle an Klängen, Ideen, aber auch außermusikalischen Einflüssen, Meinungen und Haltungen. Seit über zwanzig Jahren versteht sich „Ultraschall Berlin“, das Festival für neue Musik von rbbKultur und Deutschlandfunk Kultur, das in diesem Jahr vom 15. bis zum 19. Januar stattfindet, als ein Forum für die Abbildung, Befragung und Rekontextualisierung zentraler Strömungen und wesentlicher Entwicklungen dieses Teils der Gegenwartskultur. Dabei sind die Balance aus Ur- und Erstaufführungen und die Beleuchtung von Werken der jüngeren Vergangenheit in aktuellem Kontext seit Beginn zentrale Anliegen von „Ultraschall Berlin“. So stehen Uraufführungen von Kaj Duncan David, Sarah Nemtsov oder Dai Fujikura neben „Klassikern“ des Repertoires von Rebecca Saunders oder Jörg Widmann. Im radialsystem präsentieren Jeremias Schwarzer und das Minguet Quartett die klanglichen Möglichkeiten der Blockflöte und die Attraktivität des Streichquartetts in der Musik der Gegenwart. Christoph Grund spielt Stücke von Rebecca Saunders, Sarah Nemtsov und Iris ter Schiphorst und KOMMANDO HIMMELFAHRT zeigt das gemeinsam mit dem Komponisten Kaj Duncan David entwickelte elektronische Musiktheater „Also sprach Golem“ als Uraufführung. Das Black Page Orchestra widmet sich Werken von Mirela Ivičević. Neben dem radialsystem sind der Große Sendesaal des rbb, die Akademie der Künste und der Heimathafen Neukölln in diesem Jahr Veranstaltungsorte von „Ultraschall Berlin“. Ergänzt wird das Festivalprogramm durch Gespräche mit Musiker*innen und Komponist*innen sowie das Schüler*innenprojekt der UltraschallReporter. Karten „Jeremias Schwarzer & Minguet Quartett“ und „Christoph Grund“ 15 Euro ermäßigt 10 Euro Karten „Also sprach Golem“ und „The Black Page Orchestra“ 18 Euro ermäßigt 12 Euro Tageskarte Samstag 50 Euro ermäßigt 35 Euro Die Tageskarte für Samstag finden Sie hier: https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1500471 „Ultraschall Berlin“ ist eine Veranstaltung von rbbKultur und Deutschlandfunk Kultur.