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Narziss & Echo Narziss & Echo © Nurith Wagner-Strauss
06.02.2020 Do
20 Uhr

Karten 18 Euro ermäßigt 14 Euro


In französischer, deutscher, englischer und lateinischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Deutschlandpremiere

Narziss & Echo

David Marton / Road Opera

Die Verwandlung als musiktheatrales Experiment: Ovid erzählt in den „Metamorphosen“ die miteinander verbundenen Mythen von Echo und Narziss, die nicht zusammenfinden können. Der eigenen Sprache beraubt, kann die Nymphe Echo lediglich durch die Wiederholung fremder Worte kommunizieren. Narziss wiederum ist verloren in der Betrachtung seines eigenen Spiegelbilds, vernarrt in ein unerreichbares Objekt. Regisseur David Marton greift Ovids Erzählung auf und lässt in „Narziss und Echo" – seiner ersten Inszenierung am radialsystem – sechs Performer*innen, Sänger*innen, Schauspieler*innen und Musiker*innen in eine fortlaufende Metamorphose eintauchen, eine Suche nach Form und Erzählung, die sich stetig verändern und in der auditive und visuelle Introspektion aufeinandertreffen, ohne sich zu vereinigen – mit improvisierter Musik von Michael Wilhelmi, Paul Brody und Daniel Dorsch. „Narziss und Echo“ wurde im Juni 2019 im Rahmen der Wiener Festwochen uraufgeführt. David Marton, 1975 in Ungarn geboren, ist ein in Berlin lebender Musiktheaterregisseur. Nach dem Klavierstudium in Budapest wechselte er an die Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Er kooperierte als Musiker und Arrangeur mit den Regisseuren Christoph Marthaler, Frank Castorf und Árpád Schilling. Ihn interessiert die Wechselbeziehung zwischen Theater und Musik, ohne die Dominanz eines Elements über das andere. Wie können Theater und Musik in einen Dialog treten, sich gegenüberstehen, sich gegenseitig vervollständigen? Indem er sich auf die Suche nach Rhythmen und melodischen Harmonien im Dramatischen und dem Dramatischen in der Musik begibt, bedeutende und anerkannte Werke in einer Weise neu betrachtet, die gleichermaßen frei und virtuos ist, offenbart er die Musikalität im Sein und die imaginären Möglichkeiten von Musik. Die Stücke und Opernproduktionen von David Marton haben ihren Platz in den wichtigen europäischen Theatern und Opernhäusern gefunden, wie der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, dem Wiener Burgtheater, dem Königlich Dänischen Theater in Kopenhagen, der Schaubühne am Lehniner Platz, den Münchner Kammerspielen und dem MC93 in Paris.

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  • Text: adaptiert von Ovids „Metamorphosen“
  • Konzeption und Regie: David Marton
  • Bühnenbild: Christian Friedländer
  • Licht: Henning Streck
  • Dramaturgie: Lucien Strauch
  • Musik und Komposition: Paul Brody (Trompete), Michael Wilhelmi (Klavier) und Daniel Dorsch (Klangerzeugung)
  • Kostüm: Valentine Solé
  • Regieassistenz: Lisa Como
  • Dramaturgische Beratung: Barbara Engelhardt
  • mit: Thorbjörn Björnsson, Paul Brody, Daniel Dorsch, Vinora Epp, Marie Goyette und Michael Wilhelmi

Credits

Eine Produktion von Théâtre Vidy-Lausanne, in Koproduktion mit den Wiener Festwochen – Maillon, Théâtre de Strasbourg, Scène européenne – Nouveau Théâtre de Montreuil – Théâtre de Caen – Les 2 Scènes, scène nationale de Besançon. Mit freundlicher Unterstützung durch L’École de la Comédie de Saint-Étienne – DIÈSE #, Auvergne, Rhône-Alpes – Pro Helvetia, Fondation suisse pour la culture, den Hauptstadtkulturfonds und das radialsystem. Die Produktion wird unterstützt von LaB E23, Interreg Program France-Switzerland 2014-2020 mit finanzieller Unterstützung durch ERDF.

Narziss & Echo Narziss & Echo © Nurith Wagner-Strauss
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