deen
ID Festival: Recital I ID Festival: Recital I © Oper Frankfurt Barbara Aumüller
24.04.2020 Fr
21.30 Uhr

14 Euro ermäßigt 10 Euro

Festival

Entfällt: ID Festival: Recital I

Szenisches Konzert mit Alma Sadé und Ensemble mini

Mit dem szenischen Konzert „Recital I“ zelebrieren die Sopranistin Alma Sadé, der Pianist Ohad Ben-Ari und das Ensemble mini unter der Leitung von Joolz Gale das absurde Meisterwerk von Luciano Berio und das exzessive Rollenspiel der Cathy Berberian in Form einer Non-Sense-Collage aus Zirkus-Blechblasmusik, Schönbergschem Sprechgesang, Berliner Burlesque und atonaler Musik. Festivaltickets finden Sie hier: https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1548958 Tagestickets für Freitag, 24.04.2020, finden Sie hier: https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1548922 Der Komponist Luciano Berio widmete das Werk einer der vielseitigsten Sänger*innen des 20. Jahrhunderts: seiner damaligen Ehefrau, der Mezzosopranistin und avantgardistischen Komponistin Cathy Berberian. Berberian verknüpfte mit ihren gesanglichen Interpretationen Konzertsituation und schauspielerische Darstellung, dabei waren Persiflage und Komik ein wichtiger Teil ihrer künstlerischen Arbeit. Berios Stück wird komplett aufgeführt: Der gesprochene Monolog wird von 44 musikalischen Zitaten von Monteverdi bis zu Berios eigenen Kompositionen unterbrochen und repräsentiert die Bandbreite von Berberians Repertoire. Anschließend spielt das Ensemble mini „Fünf Orchesterstücke“ von Arnold Schönberg, die den vollständigen Übergang Schönbergs in seine Phase der „freien Tonalität“ markieren, sowie Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitschs „9. Symphonie“. Ursprünglich als eine Feier des sowjetischen Sieges über Nazi-Deutschland gedacht, entschied sich Schostakowitsch jedoch zu einem Richtungswechsel und vollendete eine viel kleinere Skala und ein viel leichteres Stück. Nach der Uraufführung vor etwa 75 Jahren wurde die Sinfonie von der sowjetischen Kritik wegen ihrer „ideologischen Schwäche“ und ihres Versäumnisses, „den wahren Geist des Volkes der Sowjetunion widerzuspiegeln“, gerügt. Zum fünften Mal reflektiert das ID Festival unter der künstlerischen Leitung von Ohad Ben-Ari im radialsystem die vielschichtigen Beziehungen und Fragestellungen zwischen in Deutschland lebenden Israelis und Deutschen. Die Jubiläumsausgabe untersucht die Absurditäten unseres Alltags und schließt damit an künstlerische Auseinandersetzungen an, die auf den Irr-Sinn einer vernetzten, im Umbruch begriffenen und vom Populismus bedrohten Welt reagieren, in der alles in Echtzeit gesendet, rezipiert und kommentiert wird. Weitere Informationen zum ID Festival finden Sie unter https://idfestival.de/de/ Ensemble mini, 2010 von dem britischen Dirigenten Joolz Gale und Mitgliedern der Berliner Philharmoniker gegründet, ist ein Kollektiv von Musiker*innen aus herausragenden Orchestern Deutschlands, das sinfonische Musik in mini-Besetzung auf das Wesentliche reduziert, durch einen neuen Stil, Klang und Rahmen revolutioniert und für ein neues Publikum zugänglich macht. Zu den innovativen Spätabendprojekten gehören „Mini-Mahler“, „Strauss 150: Neue Perspektiven“ und „Bartók jenseits der Grenzen“. Ensemble mini hat mit Künstler*innen wie Regula Mühlemann, Marlis Petersen, Ferhan & Ferzan Önder, Gerhild Romberger, Tanja Tetzlaff, Ruth Ziesak und Elisa Carrillo Cabrera zusammengearbeitet, ist in bedeutenden Konzerthäusern in Europa aufgetreten und hat mehrere Live-Konzerte für Deutschlandfunk Kultur, rbbKultur, NDR Kultur und SWR Klassik sowie eine preisgekrönte CD mit Mahlers 9. Sinfonie aufgenommen. Joolz Gale studierte an der University of Oxford und am Royal College of Music in London. Nach seinem Abschluss trat er dem Monteverdi-Choir unter Sir John Eliot Gardiner bei und begann, seine Fähigkeiten als Dirigent zu entwickeln. In der Saison 2008/09 machte er seine Debüt-Aufnahme mit dem Bayerischen Rundfunk und leitet seitdem als Gastdirigent Chöre und Orchester in Europa, Asien und Lateinamerika. 2010 gründete Joolz Gale das Ensemble mini, um mit alternativen Konzertformaten ein neues Publikum zu erreichen. Zu den bevorstehenden Konzerten im Jahr 2020 gehören eine Tournee mit der Jungen Deutschen Philharmonie, Gastspiele in Berlin, Köln und Moskau sowie ein Tourneeplan mit dem Ensemble mini in Budapest, Dortmund, Hamburg und New York. Alma Sadé ist Schauspielerin und Opernsängerin. Sie wuchs in Israel auf und studierte am Mannes College in New York. Seit 2014 ist sie als festes Mitglied des Ensembles der Komischen Oper Berlin tätig. Sie arbeitete mit Regisseur*innen wie Guy Joosten, Immo Karaman, Karoline Gruber und Martin Schläpfer zusammen, trat an der Deutschen Oper am Rhein, in Tel-Aviv und in New York auf und sang u.a. Rollen wie Suzel („L’amico Fritz“); Pamina („Die Zauberflöte“), Papagena („Die Zauberflöte“), Soeur Constance („Les Dialogue des Carmélites“), Stasi („Die Csárdásfürstin“), Frasquita („Carmen“), Zerlina („Don Giovanni“) und Susanna („Le nozze di Figaro“).

‌‌

  • Mezzosopran: Alma Sadé
  • Klavier: Ohad Ben Ari
  • Orchester: Ensemble mini
  • Dirigat: Joolz Gale
  • Dramaturgie: Daniel Kühnel
  • Musik von: Luciano Berio „Recital for Cathy“ ((c) Universal Edition AG Wien), Arnold Schönberg „Fünf Orchesterstücke“ (arr. Greissle) und Dmitri Schostakowitsch „Symphonie No. 9“ (arr. Gale)

Credits

Das ID Festival wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Staatsministerin Prof. Monika Grütters MdB übernimmt die Schirmherrschaft. Die European Festival Association hat das ID Festival mit dem „EFFE Label 2019-2020“ ausgezeichnet.

ID Festival: Recital I ID Festival: Recital I © Oper Frankfurt Barbara Aumüller

Präsentiert von

Festival

24.04. - 26.04.

Entfällt: ID Festival: ABSURD

israelisch-deutsches Festival

Zum fünften Mal reflektiert das ID Festival im radialsystem die vielschichtigen Beziehungen und Fragestellungen zwischen in Deutschland lebenden Israelis und Deutschen. Als Plattform für hierzulande arbeitende israelische Künstler*innen fördert das von der European Festivals Association mit dem „EFFE Label 2019-2020“ ausgezeichnete Festival seit seiner Gründung 2015 den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Künstler*innen und Institutionen beider Länder. Man könnte derzeit von einer Blütezeit des Absurden sprechen: Die Jubiläumsausgabe des ID Festivals untersucht die Absurditäten unseres Alltags in Theaterproduktionen, Musik und Diskurs. Das Festival schließt damit an künstlerische Auseinandersetzungen an, die auf den Irr-Sinn einer vernetzten, im Umbruch begriffenen und vom Populismus bedrohten Welt reagieren, in der alles in Echtzeit gesendet, rezipiert und kommentiert wird. Schwerpunkte des Festivals sind die Deutschlandpremiere von Becketts „Warten auf Godot“ als hebräisch-arabische Neuinszenierung in der Regie des in Israel gefeierten Regisseurs Ilan Ronen und die Uraufführung der Performance „Wu Seyen di Chayes?“ der Berliner Transgender-Künstler*in ANALI GOLDBERG. Mit „Recital I“ von Luciano Berio (Universal Edition AG Wien) zelebrieren die Mezzosopranistin Alma Sadé und das Ensemble mini eine Non-Sense-Collage aus Zirkus-Blechblasmusik, Schönbergschem Sprechgesang, Burlesque und atonaler Musik. Die israelische Hip-Hop-Violinistin und Grammy-Gewinnerin Miri Ben-Ari präsentiert eine Kombination von Pop, urbaner, europäischer klassischer und unterschiedlichen afrikanischen Musiktraditionen. Das Panel „Kafka-est-ce-que“ thematisiert den langjährigen, erst 2016 beendeten Rechtsstreit um den Nachlass Max Brods – ein absurder israelisch-deutscher Krimi über Freundschaft, die Ökonomisierung von Kunst, kulturellen Zionismus und das postmortale Judentum… Mehr Informationen zum ID Festival finden Sie hier: https://idfestival.de/de/ Künstlerische Leitung ID Festival: Ohad Ben-Ari Das Festival Ticket finden Sie hier: 90 Euro ermäßigt 65 Euro https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1548958 Tagestickets finden Sie hier: Freitag 35 Euro ermäßigt 26 Euro https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1548922 Samstag 42 Euro ermäßigt 28 Euro https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1548930 Sonntag 22 Euro ermäßigt 16 Euro https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1548935 Einzeltickets: 14 Euro ermäßigt 10 Euro „Warten auf Godot“ 18 Euro ermäßigt 14 Euro „Wu seyen de Chayes?“ 12 Euro ermäßigt 8 Euro Eintritt frei „Sliding thru the Opera“ und Panels Das ID Festival wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Staatsministerin Prof. Monika Grütters MdB übernimmt die Schirmherrschaft. Die European Festival Association hat das ID Festival mit dem „EFFE Label 2019-2020“ ausgezeichnet.

Weitere Veranstaltung des Festivals

24.04.2020 Fr

Entfällt: ID Festival: Prelude – "Sliding thru the Opera"

24.04.2020 Fr

Entfällt: ID Festival: Eröffnung – Warten auf Godot