deen
  • 24.04.Di

"Die Freien Künste - was zu tun ist!"

Diskussionsveranstaltung der Allianz der Freien Künste

Die wichtigsten Parteienvertreter im Bundeskulturausschuss stellen sich in einer ersten öffentlichen Diskussion nach der Regierungsbildung den Fragen der Allianz der Freien Künste, einem offenen, spartenübergreifenden Bündnis von derzeit 15 Bundesverbänden aus dem Bereich der Freien Szene. Aus Sicht der Akteure braucht es auf Bundesebene dringend Lösungen für brennende Fragen. Wie lassen sich die Weichen stellen für eine grundlegende Verbesserung der sozialen Rah-menbedingungen? Was ist zu tun, um die bestehenden Systeme am Bedarf und an der Arbeitspraxis der Akteure auszurichten? Was sind die Konzepte und Visionen der Parteien und halten sie der Realität stand? Gibt es parteiübergreifend ein neues Bewusstsein für die Situation der Freien Künste? Es diskutieren die Kulturpolitischen Sprecher /Vertreter von CDU/CSU, SPD, DIE LINKE, Bündnis 90/Die Grünen und FDP u. a. Die Freie Szene erlebt seit etwa einem Jahrzehnt einen enormen Aufschwung. Die Innovationskraft der Künstler und Kulturschaffenden und ihr großer Anteil an der kulturellen Grundversorgung erfahren in Ländern, Kommunen und auf Bundesebene zunehmend Anerkennung. Aber ungeachtet der spürbaren Fortschritte entsprechen die Arbeits- und Lebensbedingungen der Akteure nach wie vor nicht den realen Erfordernissen und dem gesellschaftlichen Beitrag, den dieser Kunstbereich leistet. Die Freie Kultur wird im Koalitionsvertrag erwähnt, doch es fehlt ein systematischer Ansatz für den Umgang mit der sozialen Schieflage. Vor allem die Frage der Altersabsicherung ist ungelöst und die Sozialsysteme sind nur unzureichend auf sich häufig ändernde, flexible Arbeitssituationen, auf projektbedingte Wechsel des Erwerbsstatus und die Arbeitsweise der Freien Szene eingestellt. Die Allianz der Freien Künste hat sich Anfang 2017 - dem Beispiel der Koalition der Freien Szene Berlin folgend - als Bündnis von Interessenverbänden auf Bundesebene gegründet. In einem Positionspapier, das im Mai 2017 erschienen ist, setzt sich die Allianz dezidiert mit der Lage der Freien Künste in Deutschland auseinander und formuliert 11 Kernforderungen für die Diskussion im Radialsystem.

  • 25.04.Mi

Gegen den Strom

Stiftung Zukunft Berlin

In Großprojekten wie dem Humboldt-Forum oder dem Flughafen Tempelhof manifestiert sich die Verantwortung Berlins gegenüber Europa und der Welt. So stellt sich die Frage nach neuen Formen der Mitwirkung in einer Stadt, die sich als Gemeinschaftsprojekt ihrer Bürger versteht. In Workshops zu aktuellen Projekten der Berliner Kultur wird aufgezeigt, dass Kunst und Kultur Motor und Motivation für die Entwicklung der Stadt und ihrer Gesellschaft sind. In einer Podiumsdiskussion wollen Mitwirkende des Forum Zukunft Kultur gemeinsam das "Wilde Denken" üben: das Denken jenseits politischer Konventionen.

  • 28.04.Sa

f(t) festival: Zeitfunktion

Marco Shuttle, Mitglieder des Ensemble Modern, Stefan Goldmann & Dominik Kleinknecht, SØS Gunver Ryberg, Elektro Guzzi & Margret Köll und Rrose

Welchen Klang hat Zeit? In einem kollaborativen Projekt tasten Mitglieder des Ensemble Modern sowie Stefan Goldmann (Elektronik) und Dominik Kleinknecht (Klangregie) akustisch die Zeitdimension von Architektur ab. Synthese und akustisches Instrumentalspiel treffen in der Halle des Radialsystem neuartig aufeinander, um kurz darauf dem Trio Elektro Guzzi und Margret Köll Platz zu machen, die den live auf Instrumenten gespielten Techno um eine Barockharfe erweitern: Gegensätzliche musikalische Erfahrungen kommunizieren so über Jahrhunderte hinweg miteinander. Experimentelle Techno-Künstler wie SØS Gunver Ryberg und Marco Shuttle arbeiten für f(t) mit Material, das ohne das sonst konstitutive metrische Gerüst auf andere Modelle ausgeweitet wird. In Studio B fokussiert die Videoinstallation von Aura Satz Klangzeitaspekte in Verbindung mit Filmmaterial. Das Manuskript von Erik Saties Marathonwerk "Vexations" - hier für mechanisches Klavier angepasst - enthielt die Anweisung, die wenigen Takte "840 mal" zu wiederholen. Was liegt näher, als dies an einen Mechanismus zu delegieren? Techno-Pianist Kelvin Sholar spielt hingegen in Studio C in Person und Echtzeit Cory Arcangels' Keyboard-Zyklus "24 Dances for the Electric Piano". Welchen Klang hat Zeit und welche Zeit hat Klang? Bei dem zweitägigen Festival stehen alternative Gestaltungen musikalischer Zeit im Fokus: Irreguläre Taktarten, live gespielter Techno, neue Praktiken für historische Instrumente und Medien. Von Miniaturen bis zu nachtfüllenden Werken, von elektronischer Improvisation bis hin zu handgemachter Maschinenzeit werden prägnante Zeitkonzepte miteinander in Beziehung gesetzt. Bedeutende Vertreter aus Elektronik, Neuer Musik und Medienkunst treffen im Radialsystem aufeinander und machen spannende Zeitmodelle in Konzerten und Videoinstallationen unmittelbar erlebbar. Stefan Goldmann entwickelt elektronische Musik, die sich aus den formalen Grundlagen von Techno oder Medien- und Technologieeigenschaften ableitet. Seine Arbeiten reichen dabei von Tracks bis zu abendfüllenden Kompositionen für Tanz, Ensembles und Film. In Clubs und auf Festivals weltweit aktiv, betreibt Goldmann das Label Macro, das sich als führendes Avantgarde-Techno-Label einen Namen gemacht hat. Neben Auftragswerken für die MaerzMusik Berlin, NyMusikk Norwegen, das Nationaltheater Mannheim oder das BASF Kulturprogramm entwickelte er ortsspezifische Kompositionen und Performances u.a. im LACMA Museum Los Angeles, dem Honen-In Tempel in Kyoto und dem CCK in Buenos Aires. Für den Berghain Club konzipierte er u.a. den Elektroakustischen Salon und schreibt eine Kolumne.

  • 29.04.So

f(t) festival: Zeitfunktion

Philip Marshall, Aleksi Perälä, Stefan Goldmann, Shackleton, KUF u.a.

Welche Zeit hat Klang? Der Mitbegründer des Kassettenlabels The Tapeworm, Philip Marshall, findet neue Ideen für ein obsoletes Medium und spielt bei f(t) ein Set mit Kassetten, deren Handhabung sich deutlich von Schallplatten oder Digitalformaten unterscheidet. Als einer der wichtigsten Vertreter britischer Bass-Musik hat Shackleton entscheidend an der Entwicklung von Dubstep und dessen Folgen mitgewirkt. Seine rhythmischen Umbrüche sind in einem zentralen Set des Festivals zu hören. Die Berliner Band KUF hat die Technik des Samplings perfektioniert und demonstriert deren Gleichberechtigung in einer Triobesetzung neben Schlagzeug und Kontrabass. In Studio C stellt das Sonar Quartett formale Extreme der Moderne gegenüber: Anton Weberns knappe "Bagatellen" und Morton Feldmans Streichquartett Nr. 2 mit einer Dauer von fünf Stunden. Während der weltweit in Clubs und auf Festivals präsente Stefan Goldmann als Auftragswerk ein neues Set entwickelt hat, in dem er vollständig in irregulären Metren arbeitet, hat einer der führenden Techno-Liveacts KiNK eigens ein neues Werk geschaffen, das statt live als Loop für mechanisches Klavier im Foyer gespielt wird. Bei seinen Videoinstallationen richtet Niklas Goldbach sein Augenmerk auf Klangzeitaspekte in Verbindung mit Filmmaterial. Welchen Klang hat Zeit und welche Zeit hat Klang? Bei dem zweitägigen Festival stehen alternative Gestaltungen musikalischer Zeit im Fokus: Irreguläre Taktarten, live gespielter Techno, neue Praktiken für historische Instrumente und Medien. Von Miniaturen bis zu nachtfüllenden Werken, von elektronischer Improvisation bis hin zu handgemachter Maschinenzeit werden prägnante Zeitkonzepte miteinander in Beziehung gesetzt. Bedeutende Vertreter aus Elektronik, Neuer Musik und Medienkunst treffen im Radialsystem aufeinander und machen spannende Zeitmodelle in Konzerten und Videoinstallationen unmittelbar erlebbar. Stefan Goldmann entwickelt elektronische Musik, die sich aus den formalen Grundlagen von Techno oder Medien- und Technologieeigenschaften ableitet. Seine Arbeiten reichen dabei von Tracks bis zu abendfüllenden Kompositionen für Tanz, Ensembles und Film. In Clubs und auf Festivals weltweit aktiv, betreibt Goldmann das Label Macro, das sich als führendes Avantgarde-Techno-Label einen Namen gemacht hat. Neben Auftragswerken für die MaerzMusik Berlin, NyMusikk Norwegen, das Nationaltheater Mannheim oder das BASF Kulturprogramm entwickelte er ortsspezifische Kompositionen und Performances u.a. im LACMA Museum Los Angeles, dem Honen-In Tempel in Kyoto und dem CCK in Buenos Aires. Für den Berghain Club konzipierte er u.a. den Elektroakustischen Salon und schreibt eine Kolumne.

  • 05.05.Sa
Sonar Quartett

Ränder I

Sonar Quartett

Randerscheinungen im Fokus: Seit seiner Gründung 2006 tastet das Sonar Quartett immer wieder die Grenzen der klassischen Musik ab und erkundet als klassisches, auf zeitgenössische Musik spezialisiertes und auch improvisatorisch-kompositorisch agierendes Streichquartett den Rand der Hörbarkeit, des Erträglichen, des Spielbaren. Die sechsteilige Konzertreihe "Ränder" widmet sich nun an unterschiedlichen Orten in Berlin der musikalischen Auseinandersetzung mit Randphänomenen in der Kunst. Bildende Kunst, die menschliche Stimme und die Möglichkeiten ihrer elektronischen Verstärkung und Verfremdung, der menschliche Körper als Ausgangspunkt künstlerischen Schaffens werden in "Ränder" zu klingender Musik, zu neuen Randwegen für das Sonar Quartett. Im ersten Teil wird das Sonar Quartett eine neue Komposition zur Partitur No. 37 (2016) des Künstlers Dieter Appelt spielen. Dieter Appelt, der selbst an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig Musik studiert hat, gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen bildenden Künstlern - mit Retrospektiven im Guggenheim, New York, in Chicago, Paris und Berlin. Das Werk gründet in Photographie und Film, sein zeichnerisches Schaffen ist bislang noch wenig bekannt. Die häufig metrischen Arbeiten wurden stets von Notationen begleitet - Anordnungen von Ereignissen in Zeit und Raum. Vor einigen Jahren begann Dieter Appelt, eigenständige Werke als Partituren von Möglichkeiten zu zeichnen. Ein offenes Werk also, dessen Gesetzmäßigkeiten in Linien und Punkten dennoch eine Bestimmtheit in der Interpretation verlangen: eine Weltpremiere des Sonar Quartett mit Dieter Appelt. Das Sonar Quartett, gegründet im Jahr 2006, spielt seit 2011 in der jetzigen Besetzung. Mit ihrer Konzentration auf die Musik des 21. Jahrhunderts haben sich die Musiker schnell einen hervorragenden Ruf in der Szene erobert. Von der engen Vernetzung mit zeitgenössischen Komponisten künden die zahlreichen Uraufführungen in den letzten Jahren, darunter viele eigens für das Ensemble geschrieben. Mit "Spielwitz, Emotion und Experimentierlust, wie man sie heute auf Avantgarde-Podien selten hat" (Frank Kämpfer, DLF), sind sie ein gern gesehener Gast auf großen und kleinen Festivals im In- und Ausland. Um auch eigene programmatische Ideen umsetzen zu können, hat das Sonar Quartett verschiedene Konzertreihen ins Leben gerufen.

Ra
dar

Radial Neues. Von hier und aus aller Welt.

"They are notoriously hard to place, difficult to categorise and will not be put under an umbrella." - The Ransom Note Die Berliner Band KUF hat für das Online-Magazin Ransom Note Tracks zusammengestellt, die ihre Musik beeinflussen. In ihrer Musik interagieren Schlagzeug, Kontrabass und Synthesizer nahtlos mit einem Chor körperloser Stimmen, die als Samples aufgezeichnet und live gespielt die Tracks krönen. Am 29. April um 00.30 Uhr bespielt die Band unsere Halle im Rahmen des F(t) Festival Berlin. Mehr Informationen und Tickets findet ihr unter: http://bit.ly/Ft_Festival
Radialsystem V
15 hours ago
RT  @spex : Franzöischer Stummfilm und isländische Streichmusik: Für Um:laut vertonen  @amiina_official  den Klassiker Fantômas. https://t.co/SvQwEWyqNX… https://t.co/0I98bXQFcV
Radialsystem V
16 hours ago
HEUTE!! RT  @morrmusic : Don´t miss the fabulous  @amiina  play their Fantômas" / Film 🎬concert on Monday 23rd of April at  @radialsystem  / Berlin . Tickets are available here: https://t.co/BmUEBT4lJI https://t.co/CHFLJGs1Pd
Radialsystem V
19 hours ago
Letzte Woche gab das Zafraan Ensemble in einem Werkstattkonzert Einblick in seine aktuelle Probenarbeit. Im intimen Setting unseres Studio C bekam das Publikum Werke von Daigger, Furrer, Poppe und Rihm präsentiert.
Radialsystem V
20 hours ago
RT  @LaCageCompagnie : After a fantastic #Berlin premiere of L’AILLEURS DE L’AUTRE, we are looking forward to the second performance of  @LesC …
Radialsystem V
22 hours ago
Gleich zweimal ist das Sonar Quartett in den kommenden Wochen bei uns im Haus: Im Rahmen des F(t) Festival Berlin werden die Musiker am 29. April Morton Feldmans fünfstündiges Streichquartett Nr. 2 sowie Anton Weberns radikal kurze "6 Bagatellen" spielen, bevor sie mit Ränder I / Sonar Quartett den Auftakt der sechsteiligen Konzertreihe bei uns begehen. Die Reihe widmet sich an unterschiedlichen Orten in Berlin der musikalischen Auseinandersetzung mit Randphänomenen in der Kunst. Tickets und mehr Informationen findet ihr unter: bit.ly/Ft_Festival Photo: David Varnhold
Radialsystem V
1 day ago