deen
  • 24.05.Do
  • 25.05.Fr
  • 26.05.Sa
  • 27.05.So
Allee der Kosmonauten

Allee der Kosmonauten

Sasha Waltz & Guests

Mit der Uraufführung von "Allee der Kosmonauten" wurden im Jahr 1996 die Sophiensaele eröffnet. Seither gilt das choreographische Konzept als legendär: Mittelpunkt des Geschehens ist die Wohnzimmercouch einer Plattenbauwohnung in Berlin-Marzahn. Gefühle und Bewegungsimpulse einer Dreigenerationenfamilie stauen sich hier in prekärer Nähe, können nur entweder in Lethargie begraben oder dem Rückkopplungseffekt ihrer beengten Wohnsituation ausgesetzt werden. Die choreographische Auseinandersetzung mit diesem nervösen Aufeinanderhocken und Aneinandergeraten entspinnt Lösungen an den Grenzen des Tanzbaren und entwickelt aus dem Fehlen von Zärtlichkeit eine unbehagliche Komik. Allee der Kosmonauten gehört zu einer Reihe früher Projekte von Sasha Waltz, die Bewegungswelten des Alltags als tänzerischen Interpretationsraum ergründen. Entstanden an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter, erzählt das Stück von der Ära eines Zusammenlebens ohne Hintertüre. Sasha Waltz & Guests wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben zahlreiche Künstler und Ensembles - Architekten, Bildende Künstler, Choreographen, Filmemacher, Designer, Musiker, Sänger und Tänzer - aus 30 Ländern in über 80 Produktionen, "Dialoge"-Projekten und Filmen als "Guests" mitgewirkt. Sasha Waltz & Guests arbeitet in einem internationalen, sich ständig weiter entwickelnden Netz von Produktions- und Gastspielpartnern und zeigt aus dem derzeit 20 Produktionen umfassenden Repertoire ca. 70 Vorstellungen pro Jahr weltweit. In Berlin kooperiert die Compagnie mit einer großen Bandbreite von Einrichtungen wie Stadttheatern, Opernhäusern, Museen und hat zur Gründung innovativer Produktionsorte für den Dialog der Künste beigetragen - den Sophiensaelen (1997) und dem Radialsystem (2006). 2013 wurde die Compagnie offiziell zum "Kulturbotschafter der Europäischen Union" ernannt. 2014 ehrte der Fonds Darstellende Künste Sasha Waltz & Guests mit dem "george tabori ehrenpreis". 2018 jährt sich die Gründung der Compagnie Sasha Waltz & Guests zum 25. Mal. Den Auftakt zu diesem besonderen Jahr machen Wiederaufnahmen von Repertoirestücken wie "Allee der Kosmonauten" (1996) in Berlin und auf internationalen Gastspielen. Rund um den offiziellen Geburtstag im September freut sich die Compagnie u. a. auf die Premiere einer Neuproduktion sowie Vorstellungen bei langjährigen Berliner Partnern: dem Radialsystem, der Staatsoper Unter den Linden, der Deutschen Oper Berlin und dem Haus der Berliner Festspiele.

  • 02.06.Sa
  • 03.06.So
FORT/DA II

FORT/DA II: "Über den Fetischcharakter in der Musik [...]"

Solistenensemble Kaleidoskop

Das Spiel geht weiter: Nach dem unklaren Terrain, der Andeutung einer Inselwelt und dem Laborieren mit Distanz und Nähe im ersten Teil der Konzertreihe des Solistenensemble Kaleidoskop spielt FORT/DA II mit der unmittelbaren Emotionalität eines Popsongs, Verdis Greatest Hits und einer stotternden Reflexion über die Regression des Hörens. Der kritische Text von Theodor W. Adorno ist Ausgangspunkt für einen diskursiven Abend der Musikerinnen und Performerinnen des Ensembles mit dem Theaterkollektiv copy & waste, namentlich Silke Bauer, der für Opern-, Theater-, Festival- und Filmproduktionen gefragten Bühnenbildnerin, und dem Mitgründer und Regisseur der Künstlergruppe, Steffen Klewar. Es geht um falschen Geschmack, gute Ausdrucksformen und die richtige Wahl des musikalischen Genres inner- und außerhalb der eigenen soziokulturellen Wahrnehmung. Klingt kompliziert, ist es auch. Die Musikerinnen und Darstellerinnen gestalten vielseitig-mehrspurige und schiefe Ebenen, um möglichen Echos und Bedeutungen des Textes zuzuhören und ihn gleichzeitig mit Neuer Musik, Popliedern und italienischen Opernarien zu übertönen. Lesen. Hören. Singen. Spielen, spielen, spielen. Kaleidoskop goes romantic - und das gleich in Reihe! Also dann: keine Fragen stellen und spielen, spielen, spielen. Franz Schubert, Sebastian Claren, César Franck, Philip Glass, Giacinto Scelsi, Theodor W. Adorno und Guiseppe Verdi treffen in der dreiteiligen Konzertreihe auf Philipp Enders, copy & waste und Rashad Becker. Das Radialsystem wird zum Spielplatz, auf dem gezischt, gestottert, gekratzt und in feinsten Streichersounds geschwelgt wird. Vor allem und in allem aber geht es um die Musik und ihre sinnliche, fragile, komplexe, berührende Weiterführung unserer Gedanken ins Unsagbare. Das Solistenensemble Kaleidoskop wurde 2006 von Michael Rauter und Julian Kuerti gegründet. Im Laufe der Jahre hat sich das Ensemble unter der künstlerischen Leitung von Michael Rauter und Daniella Strasfogel stetig gewandelt und immer wieder innovative Formen der Musikvermittlung erprobt. Seit 2015 ist Tilman Kanitz künstlerischer Leiter. In Zusammenarbeit mit Künstlern aus anderen Genres sucht Kaleidoskop nach neuen Aufführungsformen; die Musiker werden dabei auch selbst zu Performern und Darstellern. Das Repertoire reicht vom Frühbarock bis zur aktuellen Musik, auch eigene Musikkonzepte werden entworfen. Kaleidoskop arbeitet eng mit dem Radialsystem in Berlin zusammen und ist zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Kunstfest Weimar, den Kunst-FestSpielen Herrenhausen, dem Sydney Festival oder den Donaueschinger Musiktagen und war Ensemble in Residence bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker und dem Klarafestival in Belgien. Das Ensemble spielt an Häusern wie dem Concertgebouw Brügge, Harpa in Reykjavík, Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden oder Kampnagel Hamburg, dem Berghain und der Philharmonie. Im Laufe des künstlerischen Engagements hat das Solistenensemble mit Künstlern wie Sasha Waltz, Sabrina Hölzer, Jennifer Walshe, Georg Nussbaumer, Laurent Chétouane, Ludger Engels, Sebastian Claren, der Band Mouse on Mars und Thomas Mahmoud zusammengearbeitet. Das Ensemble erhält 2017 bis 2019 eine Förderung durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin. Steffen Klewar, Regisseur, studierte Komparatistik und Theaterwissenschaft in Bochum und anschließend Schauspiel an der Universität der Künste (UdK) Berlin. Zusammen mit dem Autor Jörg Albrecht gründete er 2007 das Theaterkollektiv copy & waste, mit dem er als Regisseur und künstlerischer Leiter seither zahlreiche Projekte realisierte. Inszenierungen u. a. am Maxim Gorki Theater Berlin, Schauspiel Leipzig, Hebbel am Ufer HAU Berlin, Theater Chemnitz, Theater Oberhausen, Ringlokschuppen Mülheim, Steirischer Herbst Graz, Sophiensaele Berlin, Favoriten Festival, Ballhaus Ost und anderen Häusern; sowie Arbeiten sehr unterschiedlicher Formate im Stadtraum, in Industriehallen, innerstädtischem Leerstand oder auf dem Land, wie z. B. interaktive Installationen oder Audio-Parcours. Zudem ist Steffen Klewar regelmäßig als Dozent für Schauspiel an der Hochschule für Musik und am Theater Rostock tätig, wirkte als Schauspieler bei zahlreichen Theater- und Filmproduktionen mit und arbeitete als Sprecher u. a. für den Bayerischen Rundfunk, Deutschlandradio und den rbb. Silke Bauer, Jahrgang 1982, absolvierte eine Lehre als Bühnenplastikerin an der Deutschen Oper Berlin, die sie mit Auszeichnung als Bundesbeste im Jahr 2006 abschloss. Es folgte ein Bühnenbild-Studium an der Universität der Künste Berlin bei Hartmut Meyer. Während des Studiums entwickelte sie vielfach Bühnen- und Kostümbilder für Schauspiel- sowie Performance-Projekte, mehrfach am Theaterdiscounter Berlin, wo sie seit 2007 Ensemblemitglied ist. Sie wirkte mehrfach in Theater- und Opernproduktionen mit, u. a. von Rimini Protokoll, dem Bühnenbildner Christoph Hetzer, dem Regisseur Achim Lenz, dem Regisseur und Bühnenbildner Marco A. Marelli sowie der Regisseurin Beate Baron. Sie arbeitete u. a. an der Deutschen Oper Berlin, dem Hebbel am Ufer Berlin, dem Deutschen Theater Göttingen, dem Staatstheater Darmstadt, der Hamburgischen Staatsoper, der Wiener Staatsoper, dem Schauspielhaus Wien, der Oper Graz, den Bregenzer Festspielen, dem Theater Chur, dem Schlachthaus Bern und beim Festival d'Avignon. Darüber hinaus ist sie regelmäßig im Studio Babelsberg als Set Dresser und Standby Prop für diverse Filmproduktionen tätig, unter anderem bei "Inglourious Basterds", "Homeland" und "The Monuments Men". In der Spielzeit 2016/17 entwarf sie am Schauspiel Leipzig die Bühne und Kostüme der Uraufführung von Till Müller-Klugs "Der Minusmensch" in der Regie von Steffen Klewar. Mit dem Regisseur Steffen Klewar arbeitete sie bereits in diversen Uraufführungen zusammen, u. a. für Jörg Albrechts "My love was a ghost. And your love, your love was leaving this rotten town" am Schauspiel Leipzig und am Staatstheater Darmstadt, an dem sie gerade für die Theaterproduktion "Indien" die Ausstattung entwarf. Zusätzlich wirkte sie an diversen Theaterproduktionen des Theaterkollektivs copy & waste von Jörg Albrecht und Steffen Klewar mit.

  • 09.06.Sa
Noise

Noise

Judith Sánchez Ruíz und Edivaldo Ernesto

Frei drehen - im tänzerischen Dialog zweier freier Charaktere: Judith Sánchez Ruíz und Edivaldo Ernesto, beide ehemalige Mitglieder der Compagnie Sasha Waltz & Guests, präsentieren ihr 2016 entstandenes Duett "Noise". Die elektronische Musik von Thomas Proksch bereitet den Boden für ein tänzerisches Statement über Wahrnehmung, Macht und Geschwindigkeit. Klänge und Geräusche rahmen die kraftvollen und wohl kontrollierten Bewegungen - was komplex choreographiert scheint, entpuppt sich bei genauer Beobachtung als spontane Reaktion auf die Bewegungselemente des Duettpartners. Seit 2012 arbeiten die beiden improvisationserfahrenen Performer zusammen. Permanent rund um den Globus unterwegs, mal als Choreographen, mal als Tänzer, mal als Dozenten, bringt sie ihre Wahlheimat Berlin doch immer wieder hierher zurück - und das Publikum dieser Stadt endlich in den Genuss dieser inspirierenden Tanzperformance. Geboren in Kuba, lebte die Regisseurin, Choreographin, Dozentin und Improvisatorin Judith Sánchez Ruíz von 1999 - 2011 in New York. Dort erhielt sie diverse Choreographie-Aufträge und Stipendien. Neben zahlreichen choreographischen Bühnenwerken initiierte sie verschiedene Improvisationsprojekte, in die sie Livemusik von innovativen Komponisten und Bildenden Künstlern integrierte und war mit ihren Arbeiten bei zahlreichen internationalen Festivals präsent. Judith Sánchez Ruíz war Mitglied der Compagnie Sasha Waltz & Guests, der Trisha Brown Tanz Compagnie in den USA, der Mal Pelo Compagnie in Spanien sowie der DanzAbierta Compagnie in Cuba. In den sechs Jahren seit ihrem Umzug nach Berlin hat sie sich als Choreographin und Dozentin für Tanz an den wichtigsten europäischen Hochschulen etabliert. Seit 2012 arbeitet sie mit Edivaldo Ernesto zusammen. Der gebürtige Mosambikaner Edivaldo Ernesto, der seit 1997 zunächst traditionellen Tanz erlernte und 2003 erstmals mit zeitgenössischem Tanz in Berührung kam, hat sich seither als Improvisationsexperte, Dozent und Choreograph international einen Namen gemacht. Elf Jahre lang arbeitete er mit David Zambrano an Duett-Improvisations-performances, Werkschöpfungen und Lehraufträgen und tourte mit ihm durch die Welt. Seit 2007 lebt Edivaldo Ernesto in Berlin und war fortan bis 2013 Mitglied der Compagnie Sasha Waltz & Guests. Die Reihe der Festivals, auf denen seine Werke gezeigt wurden, erstreckt sich - genau wie seine Lehraufträge - über ganz Europa bis nach China oder Panama. Seit 2012 verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Judith Sánchez Ruíz. Performing Arts Festival Berlin, 05. - 10. Juni 2018 Die Freie Szene lädt ein zu mehr als 140 Inszenierungen! Sechs Tage Theater und Performance, Puppen- und Musiktheater, Tanz, Installation, Neuer Zirkus und Site-Specific an über 60 Orten in Berlin: Wagners Siegfried trifft auf Rio Reiser, Weltgeschichte auf Familiendramen, Politisches auf Drahtseilakte, Dadaismus und leise Töne - an großen Häusern, an kleinen Bühnen oder an der Bushaltestelle. Auf's Programm gestürzt und ab ins Theater!

  • 10.06.So
Encaje

Encaje/Tears

Judith Sánchez Ruíz und Edivaldo Ernesto

Elektrisierende Hochspannung: Inspiriert von den Tagebüchern von Anaïs Nin, ist "Encaje" ein Werk über Heuchelei, das mit zwei Konzepten spielt: der "Tagebuch-Übung" und der "Radio-Übung". Wie die Romanautorin Nin ihr Leben als unerzählbar beschreibt, weil sie sich täglich ändert, aus einer Reihe von Launen besteht und ihr wirkliches Selbst nicht kennt, so rekapituliert Judith Sánchez Ruíz mit der "Tagebuch-Übung" die Inhalte dieses Archivs, das den Moment festhält: Es ist die Wahrnehmung und der Ausdruck einer Sammlung von Alltagsmaterial, von Unvorhersehbarkeit, von Emotionen und sekündlichen Veränderungen. Mit der Choreographie erfindet Sánchez das Unerzählte, die unveröffentlichte Präsenz von Chaos und Verletzlichkeit neu. In der von ihr entworfenen und improvisierten "Radio-Übung" springt der Körper wie beim Drehen des Frequenzsuchers eines alten Radiogeräts von einem Zustand zum nächsten und erlaubt die Kollision gegensätzlicher Fakten. "Encaje" ist das neueste Solo-Werk der erfahrenen kubanischen Tänzerin, Choreographin und Improvisationskünstlerin. Unfreiheit in der Freiheit: "Tears" von Edivaldo Ernesto, 2015 konzipiert und choreographiert, ist die Reise eines Mannes, bei der Regeln zu unbequemen Rollen werden. Er ist gefangen zwischen Angst und Verwunderung, fühlt sich klein und verloren, hat Angst vor unklaren Anstandsgefühlen, ist von Zweifeln geplagt. Die 40-minütige Solo-Performance des mosambikanischen Tänzers, Choreographen und Dozenten bewegt sich zwischen Implosion und Explosion, wenn er sich in klaustrophobischen Ecken in sich verändernde Lagen stürzt: in Reflektionen und Reaktionen, in Dynamiken und Rhythmen, in unvorhersehbare Energieausbrüche. Im selben Atemzug setzt er Bewegungsfiguren in einen sensiblen Kontrast zur Musik. Bei all dem entsteht eine unzerbrechliche Spannung zwischen dem Performer und seinem Publikum. Geboren in Kuba, lebte die Regisseurin, Choreographin, Dozentin und Improvisatorin Judith Sánchez Ruíz von 1999 - 2011 in New York. Dort erhielt sie diverse Choreographie-Aufträge und Stipendien. Neben zahlreichen choreographischen Bühnenwerken initiierte sie verschiedene Improvisationsprojekte, in die sie Livemusik von innovativen Komponisten und Bildenden Künstlern integrierte und war mit ihren Arbeiten bei zahlreichen internationalen Festivals präsent. Judith Sánchez Ruíz war Mitglied der Compagnie Sasha Waltz & Guests, der Trisha Brown Tanz Compagnie in den USA, der Mal Pelo Compagnie in Spanien sowie der DanzAbierta Compagnie in Cuba. In den sechs Jahren seit ihrem Umzug nach Berlin hat sie sich als Choreographin und Dozentin für Tanz an den wichtigsten europäischen Hochschulen etabliert. Seit 2012 arbeitet sie mit Edivaldo Ernesto zusammen. Der gebürtige Mosambikaner Edivaldo Ernesto, der seit 1997 zunächst traditionellen Tanz erlernte und 2003 erstmals mit zeitgenössischem Tanz in Berührung kam, hat sich seither als Improvisationsexperte, Dozent und Choreograph international einen Namen gemacht. Elf Jahre lang arbeitete er mit David Zambrano an Duett-Improvisations-performances, Werkschöpfungen und Lehraufträgen und tourte mit ihm durch die Welt. Seit 2007 lebt Edivaldo Ernesto in Berlin und war fortan bis 2013 Mitglied der Compagnie Sasha Waltz & Guests. Die Reihe der Festivals, auf denen seine Werke gezeigt wurden, erstreckt sich - genau wie seine Lehraufträge - über ganz Europa bis nach China oder Panama. Seit 2012 verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Judith Sánchez Ruíz. Performing Arts Festival Berlin, 05. - 10. Juni 2018 Die Freie Szene lädt ein zu mehr als 140 Inszenierungen! Sechs Tage Theater und Performance, Puppen- und Musiktheater, Tanz, Installation, Neuer Zirkus und Site-Specific an über 60 Orten in Berlin: Wagners Siegfried trifft auf Rio Reiser, Weltgeschichte auf Familiendramen, Politisches auf Drahtseilakte, Dadaismus und leise Töne - an großen Häusern, an kleinen Bühnen oder an der Bushaltestelle. Auf's Programm gestürzt und ab ins Theater!

  • 16.06.Sa
  • 17.06.So
Ensemble KNM Berlin

Memory Space III

Ensemble KNM Berlin

In Memory Space III kartographiert das Ensemble KNM Berlin musikalische und kulturelle Traditionen aus verschiedenen Welten. Der dritte Teil widmet sich der südindischen Metropole Chennai. Mit seiner "gamaka box" hat der aus Chennai stammende Komponist und Sänger Ramesh Vinayakam das erste umfassende Notationssystem für die klassische Musik Südindiens entwickelt - ein Traditionsbruch, der eine jahrhundertealte orale Musikkultur mit tiefgreifenden Fragen konfrontiert. Memory Space III begibt sich in den neu zu verhandelnden Begegnungsraum zwischen oralen und schriftbasierten Kulturen, Tradition und Moderne, und lädt ein, Klänge aus den Metropolen Berlin und Chennai zu erleben. Viertelstündlich stattfindende Audiomassagen, individuelle Mini-Konzerte für 7 Performer und jeweils 7 Zuhörer, eröffnen einen Hör- und Innenraum von außergewöhnlicher Intimität. Nahe an den Ohren, jedoch ohne den Zuhörer zu berühren, werden feinste Klänge mit pflanzlichem Material aus Indien und Deutschland erzeugt. In einer Klangausstellung laden Hörstationen dazu ein, naturnahen oder urbanen Aufnahmen aus Berlin und Chennai zu lauschen. Die ausgestellten Stadtgeräusche kehren in den anschließenden Konzerten, von den Musikern verwandelt, zurück: in Werken von Ana Maria Rodriguez, Alvin Lucier, Ramesh Vinayakam und karnatische Musik sowie am Folgetag in Kompositionen von John Cage, Giacinto Scelsi, Jeremy Woodruff und Terry Riley. Das Ensemble KNM Berlin steht für die lebendige, aktuelle Musikszene der Metropole Berlin. Weltweit präsentiert das Ensemble Kompositionen, Konzertinstallationen und Konzertprojekte, die in enger Kooperation mit Komponisten, Autoren, Dirigenten, Künstlern und Regisseuren entstehen. International bekannt wurde das 1988 gegründete KNM Berlin durch regelmäßige Gastspiele auf wichtigen internationalen Musikfestivals und durch seine Eigenproduktionen. Konzertreisen führten das KNM an renommierte Konzerthäuser weltweit. Das KNM initiiert und realisiert ungewöhnliche Konzertformate und -themen wie die Berliner "lunch & after work"-Konzerte (2011/2012), die Konzertreihe "Pol(s)ka" mit einem Fokus auf die zeitgenössische Musik in Polen (2015), der Austausch mit der südindischen Metropole Chennai, aus dem eine weltweit einmalige Interpretation karnatischer Musik hervorging (2016). Seit 2013 ist das KNM Berlin Ensemble in Residence der Akademie Opus XXI. Die Diskographie des Ensembles umfasst bisher 15 CDs, zwei wurden mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Ra
dar

Radial Neues. Von hier und aus aller Welt.

Nach Auftritten in Chennai 2016 und im Rahmen der MaerzMusik in Berlin 2017 ist das Ensemble KNM Berlin am 16. und 17. Juni erneut im Radialsystem zu Gast. In einer Klangausstellung könnt ihr urbane Aufnahmen aus Berlin und Chennai hören, die in den anschließenden Konzerten zurückkehren: in Werken von u.a. Ana Maria Rodriguez, Ramesh Vinayakam, John Cage, Jeremy Woodruff und Terry Riley. Mehr Informationen und Tickets findet ihr unter: bit.ly/KNM_MemorySpaceIII
Radialsystem V
vor 11 Stunden
Vor zwei Wochen begab sich das Solistenensemble Kaleidoskop mit dem ersten Teil der Konzertreihe FORT/DA in Terrain Vague. Am 02. und 03. Juni geht das Spiel gemeinsam mit Steffen Klewar und Silke Bauer vom Theaterkollektiv copy & waste weiter: Fort/Da II – „Über den Fetischcharakter in der Musik […]“ spielt mit der unmittelbaren Emotionalität eines Popsongs, Verdis Greatest Hits und einer stotternden Reflexion über die Regression des Hörens. Mehr Informationen und Tickets findet ihr unter: bit.ly/FortDaII Photos FORT/DA I: Christina Voigt
Radialsystem V
vor 16 Stunden
Am 09.06. stehen Judith Sánchez Ruíz von Judith Sánchez Ruíz JSR Company und Edivaldo Ernesto, beide ehemalige Mitglieder der Compagnie Sasha Waltz & Guests, mit ihrem Stück "Noise" auf der Radialsystem-Bühne. Das Video zeigt die Proben zur Aufführung in Salzburg und macht das tänzerische Statement über Wahrnehmung, Macht und Geschwindigkeit sichtbar.
Radialsystem V
vor 1 Tag
Volles Hau! Wenn ihr es heute nicht mehr schafft, kommt morgen und übermorgen vorbei! https://t.co/Ksyra51hU7
Radialsystem V
vor 1 Woche
Bei dem Musikfestival  @lillenorge_de  finden sich vom 18. bis 20.05. norwegische und deutsche Musiker aus Klassik, Jazz, elektronischer Musik und Folk im #Radialsystem zusammen und schaffen in Kompositionen und Improvisationen Raum für neue kreative Impulse. Kommt vorbei! https://t.co/pFcGcl68Ds
Radialsystem V
vor 1 Woche
Schön, das unsere Terrasse gefällt. Genießt die Sonne! https://t.co/RQgjjuN3KM
Radialsystem V
vor 1 Woche