deen
  • 13.12.Fr
  • 14.12.Sa
  • 15.12.So
Zuhören #4:  From complexity to action

Zuhören #4: Climate change and democracy – From complexity to action

Sasha Waltz & Guests

Die vierte Ausgabe von „Zuhören – Dritter Raum für Kunst und Politik“, erneut geöffnet von Sasha Waltz & Guests, rückt im Dezember 2019 die aktuell drängenden Themenkomplexe Klimakrise und Demokratiewandel in den Fokus. Für ein Wochenende sind Interessierte eingeladen, sich mit lokalen Initiativen, dem Netzwerk der Compagnie und internationalen Gästen auszutauschen. In Workshops, Gesprächen und Interventionen – begleitet von Tanz, Musik und gemeinsamem Essen – werden unterschiedliche Blickwinkel auf unser komplexes Heute beleuchtet, um gemeinsam ins Handeln zu kommen. Das Programmheft finden Sie hier: https://issuu.com/sashawaltzguests/docs/zuho_ren_4_programm_final

  • 20.12.Fr
  • 21.12.Sa
  • 22.12.So
Der Ring des Nibelungen

Der Ring des Nibelungen – Peking-Oper trifft auf Musiktheater

Eine deutsch-chinesische Koproduktion

Ein interkulturelles Fest für die Sinne: Wagners RING ist Ausgangspunkt für einen spannenden Dialog zweier Kulturen. In einer Koproduktion mit der berühmten China National Peking Opera Company verbindet die Regisseurin Anna Peschke östliche mit westlichen Traditionen zu einer völlig neuen Theatersprache. Im Sinne eines interkulturellen Austausches treffen die stilisierten Codes der Peking-Oper auf die archaischen Themen des Nibelungen-Mythos. Es entsteht ein bild- und spannungsreiches Musiktheater, das in fremde Welten entführt und dabei gleichzeitig große Fragen unserer Zeit behandelt. Das Spannungsfeld wird musikalisch gespiegelt durch aktuelle europäische und chinesische Kompositionen, die neue musikalische Klangwelten entstehen lassen. Anna Peschke inszeniert seit 2012 zeitgenössische Peking-Oper und schafft als Regisseurin und bildende Künstlerin neue Ausdrucksformen im Spannungsfeld von Performance, Peking-Oper, Installation und Neuer Musik. Nach „Woyzeck“ als Soloperformance mit Peking-Oper-Elementen folgte 2015 „Faust“ – eine Recherche durch die Sprache der Peking-Oper, als Kooperation der italienischen Theaterstiftung ERT und der China National Peking Opera Company. 2017 bekam die Inszenierung die Auszeichnung als „Nationales Leuchtturmprojekt für exzellentes Theater“ des Kulturministeriums der Volksrepublik China und der Kulturabteilung der Stadt Peking. 2015 erhielt Anna Peschke den Tanz- und Theaterpreis der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg, sowie 2012 den Berliner Opernpreis. Wang Huquan ist einer der berühmtesten Regisseur*innen Chinas und Bariton am China National Opera House sowie Mitglied der Chinese Theatre Association und der China Association of Performing Arts. Er absolvierte das Postgraduiertenprogramm der Direktionsabteilung der Central Academy of Drama und wirkte in Opern wie „Carmen“, „Le Nozze di Figaro“, „Rigoletto“ und „Schwester Jiang“ mit. Als Regisseur von nationalem Rang inszenierte er sowohl zahlreiche chinesische Werke als auch westliches Repertoire, u.a. „Il Barbiere di Siviglia“, „Turandot“, „Tannhäuser“, „Der Ring des Nibelungen: Das Rheingold“. Für seine Arbeiten erhielt er viele bedeutsame Auszeichnungen.

  • 23.12.Mo
Luise Enzian

The Night before Christmas

Konzert mit Barockharfe und Saxofon

Freiheit und Improvisation: In einer ungewöhnlichen Instrumentierung greifen am Vorweihnachtsabend die Harfenistin Luise Enzian und die Saxofonistin Asya Fateyeva Impulse des freien und virtuosen „Stylus Phantasticus“ – eine Kompositionsmethode des Barock – auf und entwickeln spielerische Adaptionen für Saxofon und Barockharfe. „Die Verkündigung“ von Heinrich Ignaz Franz Biber und Werke von Giovanni Antonio Pandolfi Mealli bilden dabei die Grundlage, die um Ostinato-Stücke weiterer Komponist*innen ergänzt wird. Weiterhin umfasst das Programm der beiden jungen und preisgekrönten Künstlerinnen freie Improvisationen über Bassmodelle von Komponist*innen wie Ascanio Mayone und Johann Jakob Froberger für Harfe solo. Charakterisiert durch Freiheit von formalen Vorgaben durch Text oder festgelegte Harmonien, prägte der „Stylus Phantasticus“ mehrere Generationen von hochkreativen Musiker*innen. Im „Stylus Phantasticus“ gehaltene Werke zeichnen sich durch ein aus der Improvisationspraxis abgeleitetes dramatisches Spiel aus, bei dem kurze, unterschiedliche und teilweise dissonante, bizarre Figuren auf originelle Weise miteinander verknüpft werden. Dies geschieht durch die Verwendung von Ostinato-Strukturen, über denen die Soloinstrumente, ähnlich wie in der heutigen Improvisationspraxis des Jazz, komplexe Kontrapunkte entwickeln. Luise Enzian, 1987 geboren, begann nach zwei Ersten Bundespreisen bei „Jugend Musiziert“ ihr Vorstudium an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt. 2014 schloss sie ihr Studium der Konzertharfe an der HfM Trossingen mit hervorragender Endnote ab. Parallel begann Luise Enzian ein Zweitstudium der Barockharfe in der Lautenklasse bei Prof. Rolf Lislevand und nahm an verschiedenen Meisterkursen teil. Luise Enzian trat sowohl solistisch als auch im Orchester in Erscheinung; als regelmäßige Aushilfe beim Radio-Sinfonieorchester des SWR in Stuttgart trat sie europaweit auf. Sie wirkte bei CD-Produktionen des SWR mit, trat live in der ARD, dem Deutschlandfunk und dem MDR Figaro auf und ist seit 2016 Stipendiatin des Yehudi Menuhin Live Music Now e.V. Luise Enzian lebt in Berlin und führt ihr Barockharfenstudium bei Margret Köll an der HfM Hanns Eisler fort. Asya Fateyeva, 1990 auf der Krim geboren, widmet sich als klassische Saxofonistin neben Originalwerken für ihr Instrument auch Werken aus dem Barock, der Klassik und der Romantik. Als Tenorsaxofonistin gehörte sie zum renommierten Alliage-Quintett. Seit 2014 unterrichtet sie klassisches Saxofon an der Musikhochschule Münster. Asya Fateyeva erhielt neben dem 3. Preis beim Internationalen Adolphe-Sax-Wettbewerb 2014 zahlreiche erste Preise bei Wettbewerben in Russland, Frankreich und Deutschland. Seit 2006 ist sie Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben und bekam in diesem Rahmen das Gerd-Bucerius-Förderstipendium der ZEIT-Stiftung. 2015 wurde Asya Fateyeva der mit 10.000 Euro dotierte Berenberg Kulturpreis verliehen. Asya Fateyeva spielte mit zahlreichen namhaften internationalen Orchestern wie den Wiener Symphonikern und trat bei Festivals u.a. in Colmar, Köln, Moskau und Sankt Petersburg auf. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Hochschule für Musik in Köln und bei Studienaufenthalten in Paris und Lyon. Zurzeit vervollkommnet sie ihre Ausbildung im Aufbaustudiengang Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

  • 29.12.So
  • 30.12.Mo
  • 31.12.Di
in the land of small details

in the land of small details

Performance von laborgras

Eine Reise in die bizarr-fantastische Welt der Details: In der Soloperformance „in the land of small details“ von laborgras betritt die Protagonistin Renate Graziadei eine Welt, in der die Naturgesetze außer Kraft gesetzt scheinen. Gemeinsam mit dem Publikum verlässt sie das sowohl physikalisch und körperlich als auch intellektuell Gewohnte und begibt sich in die Auseinandersetzung mit dem Extremen. Was passiert mit unserer Wahrnehmung, wenn wir Konventionen aufbrechen? Welche Spannungen, Schönheiten, Skurrilitäten können dabei entstehen? In einem Experimentierfeld von Zeit, Wahrnehmung und Transformation entstehen durch ständige Regelverschiebungen neue bildgewaltige Realitäten und Emotionen jenseits von Alltagserfahrungen. Bühne, Kostüm und Musik sind in „in the land of small details“ wichtige Spielelemente der Performerin: Das durch Videoprojektionen ergänzte Bühnenbild entführt sie in unterschiedliche Umgebungen, die Kostüme zwingen sie dazu, sich und ihren Körper immer wieder neu zu organisieren – mal führt dabei jede Bewegung zu Zerbrechlichkeit, mal scheint der plötzlich überdimensionierte Körper den „normalen“ Bewegungen im Weg zu sein. Die Musik, live aufgeführt von Kai von Glasow, wird zur Mit- und Gegenspielerin, zur Katalysatorin und zeitweise zur Protagonistin. Von den Tänzer*innen und Choreograf*innen Renate Graziadei und Arthur Stäldi 1994 in Hamburg gegründet, ist das Kollektiv laborgras seit 2000 in Berlin ansässig. Im zeitgenössischen Tanz verankert, nehmen die Zusammenarbeit mit Künstler*innen verschiedener Genres, die Bewegungserforschung und das interdisziplinäre Experimentieren wichtige Positionen in ihrem Selbstverständnis ein. Die Produktionen von laborgras wurden mehrfach ausgezeichnet und zu verschiedenen Festivals eingeladen. „I, myself and me again“ (2006) wurde auf zahlreichen internationalen Festivals präsentiert und als herausragende interdisziplinäre Arbeit besprochen. 2009 produzierte laborgras mit Unterstützung von Sasha Waltz & Guests im Rahmen von „Choreographen der Zukunft“ das Solo "Rückwärts", das bei Tanz im August 2009 uraufgeführt wurde. Im März 2015 erhielt laborgras den Kunstpreis Berlin in der Sparte Darstellende Künste, und im September 2015 wurde Renate Graziadei für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST für ihre tänzerische Leistung in der Produktion „Transition“ nominiert. Renate Graziadei, geboren in Österreich, begann ihre Tanzausbildung in der Schweiz. Anschließend studierte und arbeitete sie drei Jahre in New York, wo sie u.a. bei der Nina Wiener Dance Company tanzte. Nach ihrer Rückkehr nach Europa arbeitete sie mit Rui Horta beim S.O.A.P. Dance Theatre Frankfurt und anschließend mit der Hamburger Tanzgruppe COAX. Im Herbst 1994 gründete sie gemeinsam mit Arthur Stäldi das Kollektiv laborgras. Seit der Gründung von laborgras hat sie gemeinsam mit Arthur Stäldi zahlreiche Projekte realisiert und war an diversen Produktionen anderer Künstler*innen beteiligt. 1997 und 1998 erhielt sie ein Stipendium des danceWEB Programms der Internationalen Tanzwochen in Wien. In der jährlichen Kritikerumfrage der Zeitschrift Tanz wurde sie 1997 als profilierte Nachwuchstänzerin und 2010 als beste Tänzerin ausgezeichnet. Seit 1996 unterrichtet sie regelmäßig an verschiedenen Institutionen im In-und Ausland zeitgenössische Tanztechnik, Improvisation und Komposition. Seit Sommer 2004 arbeitet sie als Korrepetitorin und seit 2008 als Tänzerin bei Sasha Waltz & Guests. Die längste und engste Zusammenarbeit besteht seit 1999 mit dem Choreografen David Hernandez. 2016/17 war sie Gasttänzerin für die Produktion „Hommage à Dore Hoyer“ am Theater Trier/Company Susanne Linke.

  • 13.12. - 15.12.

Zuhören #4: From complexity to action

Sasha Waltz & Guests

Die vierte Ausgabe des von Sasha Waltz & Guests begründeten „Dritten Raum für Kunst und Politik“ sucht neue und aktuelle Herausforderungen: Nach drei Editionen 2016 und 2017 rund um das aktive Zuhören und neue Communitys stellt Sasha Waltz & Guests nun die drängenden Themenkomplexe Klimakrise und Demokratiewandel in den Fokus. Die Compagnie lädt an einem Wochenende Menschen ins radialsystem ein, um lokale Initiativen, das Netzwerk der Compagnie und internationale Gäste kennenzulernen, sich auszutauschen, im Dialog Neues zu erfahren und Altes in Frage zu stellen. In einem kollektiven Prozess, der Kopf, Herz und Füße anspricht, werden unterschiedliche Blickwinkel auf unser komplexes Heute beleuchtet – um gemeinsam ins Handeln zu kommen. Workshops, Gespräche und Interventionen werden von Tanz, Musik und gemeinsamem Essen begleitet. Ein Wochenende im Zeichen der Empathie, des genussvollen Lernens und der Partizipation. Für neue Verbindungen über die Grenzen von Kunst, Naturwissenschaft, Politik, Philosophie und Zivilgesellschaft hinaus! Veranstaltung auf Deutsch/Englisch mit kollektiver Übersetzung nach Bedarf. Ticket Freitag 10 Euro ermäßigt 8 Euro Tagesticket Samstag oder Sonntag 15 Euro ermäßigt 10 Euro Kombiticket Samstag und Sonntag 25 Euro ermäßigt 18 Euro Jugendliche bis 16 Jahren Eintritt frei Altersempfehlung: Jugendliche ab 14 Jahren Tickets inkl. kleinem Essen und Tee Den genauen Ablauf des Wochenendes finden Sie ab Anfang Dezember unter www.sashawaltz.de und www.radialsystem.de „Zuhören – Dritter Raum für Kunst und Politik“ ist ein Projekt von Sasha Waltz & Guests I Education & Community, unterstützt von der Radial Stiftung. Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Hauptstadtkulturfonds.

Ra
dar

Radial Neues. Von hier und aus aller Welt.