deen
  • 27.04.Sa
  • 28.04.So
Alix Eynaudi

Untitled

Alix Eynaudi und Solistenensemble Kaleidoskop

In einer experimentellen, intimen Anordnung begegnen sich Yodfat Miron, Bratschistin des Solistenensemble Kaleidoskop, und die französische Choreographin und Tänzerin Alix Eynaudi, langjähriges Mitglied von Anne Teresa de Keersmaekers Tanzkompagnie Rosas in Brüssel. In einem gleichberechtigten Duett mit offenem Ausgang erforschen sie das Zusammenspiel von Körper, Raum, Klang und Denken. Dabei stehen die Begegnung, die (künstlerischen) Gegensätze und die Risiken eines gemeinsamen künstlerischen Ausdrucks im Mittelpunkt. Die Erfahrungen und Ergebnisse dieses Experiments bilden den Ausgangspunkt einer ab 2020 beginnenden neuen Reihe von Beschäftigungen zu Musik und Bewegung. Yodfat Miron entstammt einer israelisch-jemenitischen Musiker*innenfamilie. Sie studierte Viola in Tel Aviv und Berlin bei Chaim Taub, Hartmut Rhode und Walter Küssner. Sie war mehrfache Stipendiatin der America-Israel-Foundation und spielte Solo-Viola im West Eastern Divan Orchester unter Daniel Barenboim. Mit verschiedenen Kammermusikformationen, Ensembles und Sinfonieorchestern wie der Camerata Bern, dem Ensemble Resonanz, dem Stuttgarter Kammerorchester und dem MCO trat Yodfat Miron bei internationalen Festivals und Konzerthäusern auf. Seit 2013 ist Yodfat Miron Mitglied im Solistenensemble Kaleidoskop und hat dort als Musikerin und Performerin u.a. im Radialsystem, im Haus der Berliner Festspiele, in den Operadagen Rotterdam, bei der Ruhrtriennale und im deSingel - Antwerpen mitgewirkt. Alix Eynaudi wurde in der Pariser Oper zur Balletttänzerin ausgebildet. Sie arbeitete in verschiedenen Ballettkompanien, bevor sie im Gründungsjahr zu P.A.R.T.S. nach Brüssel kam. 1996 wechselte sie zu Anne-Teresa De Keersmaekers Kompanie Rosas, deren Mitglied sie sieben Jahre lang war. Seit 2005 kreiert Eynaudi ihre eigenen Stücke: "Crystall" mit Alice Chauchat (2005), "Supernaturel" (2007), "Long Long Short Long Short" (2009) mit Agata Maszkiewicz. "Exit" (2011). "Monique" (2012), ein Tanzduett mit Mark Lorimer, 2015 "Edelweiss". Derzeit arbeitet sie an "Noa & Snow", einem choreographischen Salon (erstmalig im November 2018 im Volkskundemuseum in Wien). Seit 2019 ist sie Stipendiatin des Kunstforschungsprogramms Peek des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) für die Entwicklung von "Noa & Snow". Sie entwickelt zudem Projekte mit anderen Künstler*innen und ist an Stücken von Superamas, Anne Juren, Boris Charmatz und Jennifer Lacey beteiligt. Ihre künstlerische Praxis beinhaltet auch das Unterrichten von Workshops in P.A.R.T.S., Brüssel, ImPulsTanz, Wien, HEAD, Genf, La Manufacture, Lausanne.

  • 27.04.Sa
  • 28.04.So

"Über den Fetischcharakter in der Musik und die Regression des Hörens"

Solistenensemble Kaleidoskop und copy & waste

Die Emotionalität eines Popsongs, Verdis Greatest Hits und eine stotternden Reflexion über die Regression des Hörens: Der kritische Text von Theodor W. Adorno ist Ausgangspunkt für einen diskursiven Abend mit dem Theaterkollektiv copy & waste. Das Solistenensemble Kaleidoskop gestaltet vielseitig-mehrspurige und schiefe Ebenen, um möglichen Echos und Bedeutungen des Textes zuzuhören und ihn gleichzeitig mit unterschiedlichen musikalischen Formen zu übertönen. In einer Gesamtkomposition von Clara Gervais entsteht ein Melodram, in dem Adornos berühmter Aufsatz über E- und U-Musik selbst Musik zu werden scheint. Das Solistenensemble Kaleidoskop wurde 2006 gegründet. Im Laufe der Jahre hat sich das Ensemble stetig gewandelt und immer wieder innovative Formen der Musikvermittlung erprobt. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus anderen Genres sucht Kaleidoskop nach neuen Aufführungsformen. Das Repertoire reicht vom Frühbarock bis zur aktuellen Musik, auch eigene Musikkonzepte werden entworfen. Kaleidoskop arbeitet eng mit dem Radialsystem in Berlin zusammen und ist zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Kunstfest Weimar, den Kunst-FestSpielen Herrenhausen, dem Sydney Festival, dem Holland Festival, Wien Modern oder den Donaueschinger Musiktagen und war Ensemble in Residence u.a. bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker. Kaleidoskop spielt an Häusern wie dem Concertgebouw Brügge, Harpa in Reykjavík, Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden oder Kampnagel Hamburg, dem Berghain und der Philharmonie. Im Laufe des künstlerischen Engagements hat das Solistenensemble mit Künstler*innen wie Sasha Waltz, Sabrina Hölzer, Jennifer Walshe, Georg Nussbaumer, Laurent Chétouane, Sebastian Claren und der Band Mouse on Mars zusammengearbeitet.

  • 28.04.So
Maria Colusi

SINK

Maria Marta Colusi & Edgardo Rudnitzky

"más vale voy a dejar de amar yo/ ay padeciendo andoy“* Wie könnte ich jemals aufhören zu lieben? Wie könnte ich jemals aufhören? Ein kontrapunktischer Zusammenklang, ein kontrapunktischer Zusammentanz: In "SINK" treten zwei performative Klangobjekte - ein Violoncello und eine Violine - und eine Tänzerin in einen Dialog und begeben sich auf eine Erkundung der Zeit und des Ichs. Im Wechselspiel von Resonanz und Kontrapunkt vertauschen sich die einzelnen Stimmen, die Hauptstimme wird zur Nebenstimme - wer führt, wer wird geführt? Die eigene Stimme wird ein sich wiederholendes Klangereignis, das in Dialog mit sich selbst tritt. Wer bin ich? Die Stimme des Körpers, die Stimme des Klangs. * Esa fulanita, anonym überliefertes Vidala-Volkslied, La Rioja, Argentinien. Maria Colusi wurde in Buenos Aires, Argentinien geboren. Zu ihrem eigenen choreographischen Arbeiten, die sie in Argentinien und Deutschland entwickelte, zählen die Stücke "Cielo" (1998), "Cruel en el Cartel" (1999) und "Dedos color carmín" (2001). Im Jahr 2003 wurde sie Ensemblemitglied bei Sasha Waltz & Guests und tanzte u.a. in den Choreographien "Insideout" (2003), "Impromptus" (2004), "Gezeiten" (2005), "Dido und Eneas" (2005), "Medea" (2005), "Travelogue - Twenty to Eight" (2008), "Continu" (2010), "Sacre", (2013), sowie bei unterschiedlichen "Dialoge"-Projekten. Darüber hinaus arbeitete sie mit William Forsythe. Seit 2010 ist Maria Colusi auch als Lehrerin in Berlin, Argentinien und Südkorea tätig. Edgardo Rudnitzky (Buenos Aires) ist als Klangkünstler, Komponist und Perkussionist tätig. Seine Arbeiten loten die physische Präsenz von Klang aus. Der visuellen Präsentation seiner Klangkunst räumt er dabei dieselbe Bedeutung ein wie den auditiven Komponenten. In seinen Werken erkundet er Grenzen und Potenzial von Musikinstrumenten, indem er die Klangmöglichkeiten von Alltagsobjekten und Geräten ausreizt. Seine Arbeiten wurden unter anderem an folgenden Orten präsentiert: Hunter College (New York), Pinacoteca de Sao Paulo (Brasilien), Prospect.1 (New Orleans), 51. Venedig Biennale, Yokohama Triennale (Japan), University of Essex (Großbritannien), Naturkundemuseum Halle, HKW (Berlin), Theater der Welt (Köln und Venedig) und Istanbul Biennale (Türkei).

  • 01.05.Mi
  • 03.05.Fr
  • 04.05.Sa
  • 05.05.So
human requiem

human requiem

Rundfunkchor Berlin

Nach zahlreichen Gastspielen in aller Welt ist Jochen Sandigs szenische Umsetzung des "Deutschen Requiems" von Johannes Brahms wieder dort zu erleben, wo sie 2012 ihre Premiere feierte: im Radialsystem. Unter der Leitung von Chefdirigent Gijs Leenaars und gemeinsam mit einem Team der Compagnie Sasha Waltz & Guests setzt der Rundfunkchor Berlin das Brahms-Requiem choreographisch um. Die Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum ist aufgehoben, das Publikum sitzt nicht frontal vor dem Klang, sondern steht mittendrin - Text, Körper, Raum und Klang werden unmittelbar miteinander in Verbindung gesetzt. Brahms' Requiem ist keine Totenmesse, weshalb der Text auch nicht der katholischen Liturgie folgt. Es will den Lebenden Trost spenden. Sein Thema ist die Vergegenwärtigung unserer Vergänglichkeit, die Bedeutung des Todes, die Trauer, aber auch deren Überwindung. Der Blick bleibt dem Leben zugewandt. Und deshalb ist eine "räumliche" Umsetzung genau dieses Werks inhaltlich so stimmig. Die Botschaft des Requiems wird in der Gemeinschaft von Singenden und Hörenden zu einem unmittelbaren, persönlichen Erlebnis. Mit rund 60 Konzerten jährlich, CD-Aufnahmen und internationalen Gastspielen zählt der Rundfunkchor Berlin zu den herausragenden Chö-ren der Welt. Allein drei Grammy Awards belegen die Qualität seiner Ein-spielungen. Als Profiensemble mit breit gefächertem Repertoire ist der Chor Partner bedeutender Orchester und Dirigent*innen, darunter Sir Simon Rattle, Christian Thielemann oder Yannick Nézet-Séguin. Internationales Aufsehen erregt der Rundfunkchor Berlin auch mit seinen interdisziplinären Projekten, die das klassische Konzertformat afbrechen und Chormusik neu erlebbar machen. Zum Meilenstein wurde die szenische Umsetzung des Brahms-Requiems als "human requiem" durch Jochen Sandig und ein Team von Sasha Waltz & Guests. Nach Gastspielen u.a. in New York, Hongkong, Paris, Brüssel, Athen und Adelaide reist die Produktion im Sommer 2019 erstmals nach Istanbul. Für sein jüngstes Projekt "LUTHER dancing with the gods" mit dem Regisseur Robert Wilson reflektierte der Chor in einer einzigartigen Konzertperformance Luthers Wirkung auf die Künste und in den Künsten. Zudem engagiert sich der Chor dafür, möglichst viele Menschen zum Singen zu bringen: mit dem großen Mitsingkonzert in der Berliner Philharmonie, dem Fest der Chorkulturen und der Liederbörse für Berliner Schulchöre. Das Bildungsprogramm SING! fördert Singen als Teil des Berliner Grundschulalltags. Mit der Akademie und Schola sowie der Internationalen Meisterklasse Berlin setzt sich das Ensemble für den professionellen Sänger*innen- und Dirigent*innennachwuchs ein.

  • 06.09.Fr
  • 07.09.Sa
Geometrisches Ballett - Luftkleider

Geometrisches Ballett

Hommage à Oskar Schlemmer von Ursula Sax

Bildhauerei als Grundlage eines Bühnenstücks: Im Bauhaus-Jubiläumsjahr bringen freie darstellende Künstler*innen aus Dresden das "Geometrische Ballett" von Ursula Sax als szenische Wiederaneignung mit Live-Musik im Radialsystem zur Uraufführung. Gewidmet Oskar Schlemmer und dessen "Triadischem Ballett", rückt das Stück im Bauhaus-Jubiläumsjahr wieder in das Interesse der Kunstwelt, nachdem es bereits 1990 an der Akademie der Künste Berlin in Ansätzen sowie 1992 bei den Theatertagen in Braunschweig als Ganzes aufgeführt wurde. Die zugehörigen, im Original erhaltenden Tanzskulpturen und performativen Objekte, die seit 2010 im Besitz der Berlinischen Galerie sind und für die neue Inszenierung dupliziert werden, nehmen in der Bildenden Kunst eine Sonderstellung ein. Charakteristikum des Konzepts von Ursula Sax ist die Gattungsüberschreitung von Skulptur, Performance, Tanz, Theater und Musik, ohne dabei ein Libretto vorzugeben.

Ra
dar

Radial Neues. Von hier und aus aller Welt.

Heute feiert das szenische Konzert "Niemand stirbt in der Mitte seines Lebens: Lebensrausch und Totentänze" von Nico and the Navigators im Konzerthaus Berlin Premiere. Wir drücken die Daumen und freuen uns auf die Aufführungen Ende Juli bei uns im Haus! Photo: Piet Truhlar
Radialsystem V
vor 23 Stunden
"Die auseinanderklaffenden Sphären der Musik müssen zusammengedacht werden." Der 1938 erschienene Aufsatz von Theodor W. Adorno, in dem er sich mit populärer Radiomusik der Zeit auseinandersetzt, bildet die Grundlage für die Produktion Über den Fetischcharakter in der Musik des Solistenensemble Kaleidoskop. Dieses Wochenende bei uns im Haus!
Radialsystem V
vor 1 Tag
Frohe Ostern mit einer Verlosung 🐰 Um den freien Montag gebührend zu feiern, verlosen wir 2x2 Kombtickets für das Musiktheater Über den Fetischcharakter in der Musik und Alix Eynaudi und Yodfat Miron / Untitled am kommenden Sonntag, 28. April, ab 17 Uhr. Kommentiert einfach bis Donnerstag, 25. April, 13 Uhr unter diesem Beitrag, was ihr an Ostern macht oder gemacht habt.
Radialsystem V
vor 4 Tagen
RT  @SZukunftBerlin : Friederike Hofmeister vom  @radialsystem  und  @andrichter  eröffnen die Veranstaltung mit einem Hinweis auf die Bedeutung…
Radialsystem V
vor 2 Wochen
"A new Berlin festival, The Only Good System, seeks to put the materiality and practices of bass and sound system culture front and center." -  @EBnet  Visit the festival April 19 to 21 at #Radialsystem! https://t.co/DhvxV1rA5B
Radialsystem V
vor 4 Wochen
RT  @bastillemusique : Heute gibt’s mit dem  @TrioCatch  in der Kölner Philharmonie drei Uraufführungen von #MilicaDjordjević, #MikelUrquiza un…
Radialsystem V
vor 1 Monat