deen
  • 26.10.Sa
The Automated Sniper

Theater der Dinge 2019: The Automated Sniper

Performance von Julian Hetzel

Welche Verantwortung tragen wir, wenn der Feind zu einer Ansammlung von Pixeln auf dem Monitor reduziert wird? In „The Automated Sniper“ werden zwei Performer*innen auf der Bühne von einer ferngesteuerten Waffe beschossen. Der Operator befindet sich an einem geschützten Ort, von dem aus er das Geschehen nur virtuell verfolgt. Die Performance von Julian Hetzel schließt die kühle Brutalität des Militainment mit der intellektuellen Selbstgewissheit des Kunstbetriebs kurz und bezieht das Publikum direkt in die Auseinandersetzung mit der Gamification von Gewalt ein. Ein Kommentar zur modernen Kriegsführung, ein kritisches Pamphlet und ein Live-Ego-Shooter im Theaterraum. Vom 23. bis 29.10.2019 präsentiert „Theater der Dinge“, ein Projekt der Schaubude Berlin, internationale Gastspiele des zeitgenössischen Figuren- und Objekttheaters zum Festivalschwerpunkt „Kaputt“. Das komplette Festivalprogramm finden Sie unter www.schaubude.berlin Julian Hetzel wurde 1981 im Schwarzwald geboren und lebt in Utrecht. Er arbeitet als Regisseur, Musiker und Künstler. Im Dreieck von Theater, Musik und Medien entwickelt Hetzel Stücke und Installationen, die eine politische Dimension haben und einen doku-fiktionalen Ansatz verfolgen. Hetzel studierte bis 2008 Visuelle Kommunikation an der Bauhaus Universität in Weimar. Nach seinem Abschluss setzte er seine Ausbildung an der Kunsthochschule DasArts in Amsterdam fort. Zwischen 2014 und 2016 war Hetzel Artist in Residence des SPRING Festival für Performing Arts Utrecht, seit 2017 werden seine Arbeiten vom Kunstzentrum CAMPO in Gent koproduziert. Hetzel ist Mitbegründer der Leipziger Elektropop-Band Pentatones.

  • 01.11.Fr
  • 02.11.Sa
Hauschka & Edivaldo Ernesto

UM:LAUT – Hauschka & Edivaldo Ernesto

an encounter of improvised music & dance

2013 trafen sich der junge Tänzer Edivaldo Ernesto aus den Reihen der Compagnie Sasha Waltz & Guests und der erfolgreiche Pianist und Komponist Hauschka auf Initiative der UM:LAUT-Reihe erstmals auf der Bühne. Nach zwei von Publikum wie Presse gefeierten Abenden im radialsystem und darauffolgenden Gastspielen im In- und Ausland kehren die beiden außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeiten nun an den Ort ihrer ersten Begegnung zurück. Nach sechs intensiven und produktiven Jahren, mit neuen Erfahrungen und zahlreichen Erfolgen im Gepäck, treten die beiden erneut in ein künstlerisches Zwiegespräch und verlassen die Sicherheit von Komposition und Choreografie: ein improvisiertes Zusammenspiel von Klang und Bewegung – ohne das Korsett eines festgelegten Ablaufs, offen für unerwartete Entdeckungen, Spontanität und die Impulse des anderen. Volker Bertelmann alias Hauschka gilt weltweit als eine*r der bemerkenswertesten modernen Vertreter*innen des präparierten Pianos. Mit einfachen Mitteln erforscht er die Klangvielfalt des Tasteninstruments – im Klavier und an den Saiten angebrachte Metallteile, Folien und andere Objekte verursachen raschelnde oder perkussive Sounds, die den Einsatz von Schlagwerk und elektronisch erzeugten Klängen vermuten lassen und den atmosphärisch dichten, rhythmusbasierten Kompositionen eine lyrische Qualität verleihen. Seit seinen anfänglichen Solo-Improvisationen hat sich der klassisch ausgebildete Pianist kontinuierlich weiterentwickelt, mittlerweile wird er in Zusammenhang mit Komponisten wie Eric Satie und John Cage, aber auch mit zeitgenössischen Musikern wie Max Richter, Yann Tiersen oder Nils Frahm genannt. Hauschkas Musik bewegt sich zwischen Klangkunst und Experimental, Post-Klassik und Kammermusik. Auf seinem aktuellen Werk „A Different Forest“ widmet sich Hauschka nun wieder dem klaren, unveränderten Klang seines Instruments. Über seine Veröffentlichungen und Konzerte hinaus hat sich Volker Bertelmann als eine*r der gefragtesten Komponist*innen für Film und Theater etabliert. Für seinen Soundtrack zum Film „Lion“ war er unter anderem für den Oscar und die Golden Globes nominiert. Edivaldo Ernesto hat nach traditionellen und klassischen Tanzausbildungen in Mosambik mit zahlreichen Künstler*innen und Choreograf*innen wie David Zambrano, Mat Voorter, Robert Hilton oder Faustin Linyekula zusammengearbeitet. Seit 2008 ist Edivaldo Ernesto festes Ensemblemitglied von Sasha Waltz & Guests und in zahlreichen Produktionen der Compagnie weltweit zu sehen. Mit seinem einzigartigen und ausdrucksstarken Stil gilt er als eine*r der markantesten und faszinierendsten Akteur*innen der Berliner Tanzszene. Seine große Leidenschaft gilt der Improvisation – sein Duett mit der amerikanischen Perkussionistin Robyn Schulkowsky zum 5-jährigen Jubiläum des radialsystems ist legendär. Gemeinsam mit der kubanischen Choreografin Judith Sánchez Ruíz hat Edivaldo Ernesto das Projekt „There is a name for it“ (2013) erarbeitet. Im Jahre 2011 begannen die Entwicklung sowie die fortlaufenden Recherchen zu dem von ihm konzipierten Prinzip des „Depth Movement“. Die Reihe der Festivals, auf denen seine Werke gezeigt wurden, erstreckt sich – genau wie seine Lehraufträge – über ganz Europa bis hin nach China und Panama. UM:LAUT ist eine Plattform für Künstler*innen und Labels, die sich verschiedener musikalischer Traditionen bedienen und doch einzigartig und frei von Genregrenzen ambitionierte Projekte realisieren. Der Fokus der von Ben Czernek und Hannes Frey kuratierten Reihe liegt dabei auf Zwischenräumen und Schnittmengen, auf der experimentellen Bandbreite von klassischer und elektronischer Instrumentierung, Komposition und Improvisation, Club und Konzertsaal. UM:LAUT fördert insbesondere den Dialog mit anderen Kunstformen – Musik als Impulsgeberin für Film, Video, Fotografie, Installation, Tanz und Performance. Ein Experimentierfeld für Kooperationen von Künstler*innen unterschiedlicher Disziplinen. Weitere Informationen unter www.umlautlive.de.

  • 03.11.So
Dabke Community Dancing

Dabke Community Dancing

Medhat Aldaabal & Ali Hasan

Nach dem Publikumserfolg von „Dabke Comunity Dancing“ im Rahmen von „Weltoffenes Berlin 2018“ laden Sasha Waltz & Guests und das radialsystem nun regelmäßig zum gemeinsamen Dabke-Tanzen mit Perkussionist Ali Hasan und Tänzer Medhat Aldaabal ein. Der beliebte und variationsreiche Kreistanz aus dem Nahen Osten trifft in Berlin auf Improvisation, ein diverses Publikum und die Offenheit der Stadt. Der Workshop findet im Saal des radialsystems statt, ist offen für Menschen unterschiedlichen Alters und geeignet für Kinder ab 10 Jahren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Weitere Termine des Bereichs Education & Community von Sasha Waltz & Guests finden Sie unter https://www.sashawaltz.de/education-community/ Medhat Aldaabal, geboren in Damaskus/Syrien, studierte Theater am Institut für Darstellende Kunst in Damaskus. Er arbeitete in der arabischen Region mit unterschiedlichen Gruppen, u. a. mit dem Enana Dance Theatre, Syrien (2009-2011), und der KOON Theater Group, Beirut, bevor er 2015 nach Berlin kam. Hier nahm er an zahlreichen Workshops für Zeitgenössischen Tanz teil und unterrichtet Tanz für geflüchtete Kinder. Seit 2017 tanzt er in der Produktion "Come as you are" von Nir de Volff. Aktuell gibt er gemeinsam mit Ali Hasan regelmäßige Dabke Community Dance-Workshops im radialsystem. Ali Hasan, geboren in Damaskus/Syrien, studierte Medizin an der Tishreen University in Latakia. Während der Syrien-Krise arbeitete er als Physiotherapeut, 2015 kam er nach Berlin. Hier gründetet er die Band MATAR und begann in verschiedenen interkulturellen Projekten als Perkussionist zu arbeiten. Er ist einer der Gründer der neuen deutsch-arabischen Bibliothek "Baynetna - Between Us", die Ende 2016 in Berlin eröffnet wurde, und zudem Gründer und Kurator der Konzertreihe "We belong to music". Seit April 2018 gibt Ali Hasan gemeinsam mit Medhat Aldaabal regelmäßige Dabke Community Dance-Workshops im radialsystem.

  • 05.11.Di
Köthener Bachfesttage

#wobachzuhausewar

Projektpräsentationen Bachfeste

Erstmalig richten sich die drei großen Bachfeste, die an historisch-authentischen Orten in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt stattfinden, mit einer gemeinsamen Veranstaltung an ein überregionales und internationales Publikum. Unter dem Motto #wobachzuhausewar stellen die drei Intendanten bzw. Künstlerischen Leiter in einer Art musikalischem Salon die Programme und Pläne für das Leipziger Bachfest, die Thüringer Bachwochen und die Köthener Bachfesttage vor. Per Skype werden internationale Künstler*innen dazugeschaltet, live im Studio C des radialsystems wird die Barockgeigerin Midori Seiler auftreten. Die Veranstaltung wird live sowie mit englischsprachiger Simultanübersetzung auf Facebook gestreamt.

  • 06.12. - 07.12.

Kosmostage

Festival für universelle Musik

Am 06. und 07. Dezember finden die „Kosmostage“ nach der letzten erfolgreichen Ausgabe 2015 bereits zum zweiten Mal im radialsystem statt. Die „Kosmostage“ sind ein transnationales musikalisches Forum zum Austausch von künstlerischen Standpunkten – kuratiert von Daniel Glatzel, dem künstlerischen Leiter des Andromeda Mega Express Orchestra. Insbesondere die Vielfalt und Authentizität der teilnehmenden Künstler*innen, die virtuos und originell zwischen Genres wandeln, machen das Festival einzigartig. Das Ensemble Musikfabrik, Jimi Tenor, Stian Westerhus, Robert Aiki Aubrey Lowe und Minhee Park verbinden Elemente von Neuer Musik, Avantgarde Jazz, Ambient Progressiv, afrikanischer und asiatischer Musik. Das Festivalticket finden Sie hier: https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1453945 Zu den Höhepunkten des zweitägigen Festivals zählt die Aufführung von Werken des wegweisenden Tonsetzers und Theoretikers Harry Partch durch das Ensemble Musikfabrik. Der US-amerikanische Komponist, der zu den ersten westlichen Komponist*innen zählt, die sich der mikrotonalen Musik zuwandten, erdachte für seine revolutionäre Musik nicht nur eigene Tonsysteme, sondern konstruierte auch neue eindrucksvolle Instrumente, die sehr selten live zu erleben sind. Das Andromeda Mega Express Orchestra komplettiert das Festivalprogramm mit Aufführungen eigener Musik und setzt nach einem Auftritt im Heimathafen Neukölln im Frühjahr 2019 seine Veranstaltungsreihe „Neue Orchesterformen I-III“ fort. Beginnen werden die „Kosmostage“ mit einer Einführung in die Besonderheiten des Instrumentariums von Harry Partch durch Mitglieder des Ensemble Musikfabrik. Das Ensemble verfügt seit 2013 über ein komplett nachgebautes Set des mikrotonalen Instrumentariums mit insgesamt mehr als 50, zum Teil skulpturalen Instrumenten. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Tagesticket 28 Euro ermäßigt 20 Euro Festivalticket 45 Euro ermäßigt 40 Euro

Ra
dar

Radial Neues. Von hier und aus aller Welt.

RT  @HeroinesOfSound :  @femalepressure  radio @  @OrangeFM  has announced and played some music from artists of our upcoming festival edition @…
Radialsystem V
vor 3 Monaten
RT  @okkyunglee : in a month  @Forecast_PF  forum will take place  @radialsystem  in berlin... dani kyengo o’neill from south africa is one of th…
Radialsystem V
vor 4 Monaten
RT  @HeroinesOfSound : Heroines of Sound Festival, July 12th - 14th w/  @RondaDeMujeres   @BeatrizSoulier  /Uruguay Adriana A. Navarro, https://t…
Radialsystem V
vor 5 Monaten