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  • 18.01.Fr
Notos Quartett

Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik

Notos Quartett

Die Gattungen Streichquartett und Klaviertrio bilden in der Musikgeschichte seit dem 18. Jahrhundert einen Schwerpunkt in der Kammermusik, während das Klavierquartett abgesehen von einigen markanten Ausnahmen von Brahms oder Dvořák zu einem Schattendasein verurteilt war. Auch bis heute hat sich daran wenig geändert. Das Notos Quartett hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, das historische Repertoire für seine Formation zu pflegen und die Lücke im Bereich Klavierquartett in der Gegenwart zu schließen. Das Konzert schlägt einen Bogen von Morton Feldmans "Four Instruments", einem Klassiker für Klavierquartett, bis hin zu drei aktuellen Werken. Im Radio: Deutschlandfunk Kultur, Tonart Klassik, 28.01.2019, 1.05 Uhr kulturradio vom rbb, Musik der Gegenwart, 13.02.2019, 21.04 Uhr Das Notos Quartett gilt als eine "der herausragenden Kammermusikformationen der Gegenwart" (FONO FORUM 09/2017). Das Quartett ist bestrebt darin, neben den bekannten Meisterwerken auch verschollene und vergessene Werke der Gattung Klavierquartett aufzuspüren und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Seit seiner Gründung 2007 wurde das Quartett bereits mit zahlreichen Preisen bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. 2017 wurde ihm darüber hinaus der zu diesem Zeitpunkt renommierte deutsche Musikpreis ECHO Klassik verliehen. Als Reaktion auf die ECHO Pop-Verleihung im April 2018, in der ein Album mit antisemitischem und menschenverachtendem Gedankengut mit einem Preis ausgezeichnet wurde, gaben die Musiker*innen des Notos Quartetts als erste Künstler*innen ihren ECHO wieder zurück. In der kommenden Saison führen Konzerttourneen das Notos Quartett nach Japan und China sowie in Konzertsäle wie die Tonhalle Zürich, das Konzerthaus Berlin, das International House of Music in Moskau und die Wigmore Hall in London. Darüber hinaus wird es ihm gewidmete Werke von Komponisten wie Beat Furrer und Bryce Dessner zur Uraufführung bringen. Zu den Wegbegleiter*innen, Lehrer*innen und Förderer*innen des Quartetts zählen u.a. das Alban Berg Quartett und das Mandelring Quartett.

  • 18.01.Fr
ensemble recherche

Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik

ensemble recherche

Chaya Czernowins "Ayre" ist ein akustischer mikroskopischer Blick auf kleinste musikalische Bewegungen, die in ihrer Summe unerwartet ein neues Raumgefühl kreieren. In seinem Spätwerk "Plektó" erweitert Iannis Xenakis die Stilmittel vieler seiner Werke, darunter rhythmische Komplexität und massive Klangeruptionen mit kontrapunktisch dicht verflochtenen Linien. Johanna Maria Staud verwendet einen Vers aus einem Gedicht der US-amerikanischen Lyrikerin Elisabeth Bishop für eine Auseinandersetzung mit der Post-Lachenmann-Moderne. Mit "Pomen I" für Viola solo stellt sich Paul Beckett als neues Mitglied des ensemble recherche mit einem Solostück für sein Instrument vor. Abschließend kommt Christian Masons neues Werk "Zwischen den Sternen" zur Uraufführung. Der Komponist definiert Komponieren für sich als "Suche im Klang nach flüchtigen Verfestigungen immaterieller Erfahrungen". Im Radio: Deutschlandfunk Kultur, Konzert, 18.01.2019, 20.03 Uhr, live kulturradio vom rbb, Musik der Gegenwart, 20.02.2019, 21.04 Uhr Mit rund 600 Uraufführungen seit der Gründung 1985 hat das ensemble recherche die Entwicklung der zeitgenössischen Kammer- und Ensemblemusik entscheidend mitgestaltet. Impulse werden gesetzt mit Konzerten, Musiktheater, Kursen für Komponist*innen und Instrumentalist*innen, Kinder- und Jugendklangprojekten und der gemeinsam mit dem Freiburger Barockorchester veranstalteten Ensemble-Akademie Freiburg. Im Repertoire des neunköpfigen Ensembles sind Klassiker des ausgehenden 19. Jahrhunderts, Werke aus Impressionismus und Expressionismus, Komponist*innen der Zweiten Wiener und der Darmstädter Schule und experimentierfreudige Vertreter*innen der Gegenwartskunst. Das ensemble recherche wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik und dem Diapason d'Or. Es wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und vom Kulturamt der Stadt Freiburg institutionell gefördert.

  • 18.01.Fr
Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik

Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik

Sebastian Berweck, Silke Lange und Martin Lorenz

Als in den 1980er-Jahren die digitale Klangverarbeitung ihren Siegeszug antrat, verschwand in Windeseile ein ganzes Repertoire von elektronischen Musikstücken. Zu den Opfern der Digitalisierung gehörte auch "Stries" von Bernard Parmegiani, ein Triptychon für Tonband und (analoge) Synthesizer aus dem Jahr 1980. Sebastian Berweck hat sich als Archäologe betätigt, das Werk restauriert, Dateien lesbar gemacht und die alten Synthesizer aufgetrieben. Aus anachronistischen Geräten - Yamaha CS-40M, EMS Synthi AKS und Roland System 100/System 100M - erwächst erneut "eine atmosphärische Klangwelt voller Drones und kleiner Klangcharaktere, die aber weder als Alliteration an die Wirklichkeit noch als musikalische Erzählung verstanden werden wollen" (Sebastian Berweck). Sie zeigen, dass Immersion keine Erfindung von heute ist. Eines der ersten elektr(on)ischen Werke überhaupt stammt aus dem Jahr 1938. Johanna Beyer, Schülerin von Henry Cowell, schrieb "Music of the spheres" für drei nicht weiter spezifizierte "elektrische Instrumente". Diese Sphärenmusik fungierte als utopisches Interludium in dem größeren, fragmentarischen Werk "Status Quo", das den politischen Stand der Dinge heftig kritisierte. Im Radio: Deutschlandfunk Kultur, Konzert, 19.01.2019, ca. 21.45 Uhr kulturradio vom rbb, Musik der Gegenwart, 03.04.2019, 21.04 Uhr

  • 19.01.Sa
  • 20.01.So
Studio A

Showing

Appstage Bologna

Eine ausgewählte Gruppe internationaler Studierender erarbeitete in einem viermonatigen Kurs des Appstage-Programms der Alma Danza Tanzschule in Bologna ein Programm, das nun an zwei Abenden im Studio A des Radialsystems präsentiert wird. Unter der Leitung der italienischen Choreographin Elisa Pagani von der DNA Company, des israelisch-italienischen Choreographenduos Michal Mualem & Giannalberto de Filippis und Luc Dunberry, dem kanadischen Tänzerchoreographen und langjährigen Mitglied der Compagnie Sasha Waltz & Guests entstanden drei kurze Performances. Das Appstage-Programm soll Tanzstudierenden, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben, ähnliche Erfahrungen ermöglichen wie in einer Tanzkompanie oder einer großen Tanzproduktion - mit dem Ziel, sich als Tänzer*innen und Performer*innen weiterzuentwickeln und einen Einstieg in die professionelle Tanzwelt zu finden.

  • 18.01. - 19.01.

Ultraschall Berlin 2019

Festival für neue Musik

Auch zu seinem 20. Jubiläum bleibt Ultraschall Berlin, das Festival für neue Musik von Deutschlandfunk Kultur und kulturradio vom rbb, seinem Auftrag treu, wesentliche Entwicklungen der zeitgenössischen Musik exemplarisch abzubilden, Komponist*innen und Interpret*innen in Beziehung zueinander zu bringen und aktuelle Werke in Maßstäbe setzenden Aufführungen zu präsentieren. Die mit diesem Schlagwort nur unzureichend bezeichnete Neue Musik ist vielfältiger denn je und kennt keine Scheuklappen oder Genregrenzen. Ein zentrales Merkmal von Ultraschall ist daher die Balance aus Ur- und Erstaufführungen und die Beleuchtung von Werken der jüngeren Vergangenheit in aktuellem, verändertem Kontext. So stehen bei den fünf Konzerten im Radialsystem Werke von Natacha Diels, Christian Mason und Sara Glojnarić neben Werken von Georges Aperghis, Morton Feldman und Iannis Xenakis. Das Notos Quartett gibt der Besetzung Klavierquartett, die bislang in der zeitgenössischen Musik eher zurückhaltend beachtet wurde, neue Impulse, Sebastian Berweck, Silke Lange und Martin Lorenz spielen Musik für drei Synthesizer und das Ensemble Adapter präsentiert unter anderem "Music for Japan" und "Music for Europe". Ultraschall Berlin findet neben dem Radialsystem ebenfalls im Haus des Rundfunks Berlin, im Heimathafen Neukölln und an der Volksbühne statt. Das Tagesticket für Samstag finden Sie hier: https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1324770 Eine Veranstaltung von Deutschlandfunk Kultur und kulturradio vom rbb.

Ra
dar

Radial Neues. Von hier und aus aller Welt.

Tune in 📟 Heute um 20 Uhr ist unser Künstlerischer Leiter Matthias Mohr live zu Gast bei radioeins aus dem BABYLON.
Radialsystem V
vor 8 Stunden
Die britische Komponistin Naomi Pinnock schrieb für das Ensemble Adapter eine "Music for Europe", in der sie die Erinnerung an eine der großen Katastrophen des Kontinents, den Ersten Weltkrieg, mit der Entscheidung Großbritanniens für den Brexit im Jahr 2016 verbindet. Bei Ultraschall Berlin – Festival für Neue Musik stellt das Ensemble Adapter die Komposition am Samstag in Relation zu Bunita Marcus' "Music for Japan".
Radialsystem V
vor 1 Tag
Diesen Samstag und Sonntag begrüßen wir die internationalen Studierenden des Appstage-Programms der Almadanza Dance Institute School aus Bologna. Unter der Leitung von drei Choreograph*innen - Luc Dunberry, Elisa Pagani und Michal Mualem & Giannalberto di Filippis - präsentieren die Tänzer*innen drei kurze Performances.
Radialsystem V
vor 2 Tagen
RT  @naomipinnock : Thinking about Brexit...it's still as painful a rupture as ever. My Music for Europe, written in 2016, is coming to Berli…
Radialsystem V
vor 3 Tagen
RT  @UltraschallB : Unser Programm ist online! ➡️ https://t.co/xPB6yW6GwG  @DSOBerlin   @zafraanski  #usb19 #NeueMusik #UltraschallFestival https…
Radialsystem V
vor 4 Wochen
RT  @conventkongress : In einer Stunde beginnt die 3. ZEIT KONFERENZ Der Auftrag zu den drängenden Fragen unserer Zeit. Livestream unter http…
Radialsystem V
vor 1 Monat