deen
  • 06.12.Fr
  • 07.12.Sa
Kosmostage

Kosmostage

Musikfestival

Die „Kosmostage“ sind ein transnationales musikalisches Forum zum Austausch von künstlerischen Standpunkten. Insbesondere die Vielfalt und Authentizität der teilnehmenden Künstler*innen, die virtuos und originell zwischen Genres wandeln, machen das Festival einzigartig. Das Ensemble Musikfabrik, Jimi Tenor, Stian Westerhus, Robert Aiki Aubrey Lowe und Minhee Park verbinden Elemente von Neuer Musik, Avantgarde Jazz, Ambient Progressive, afrikanischer und asiatischer Musik. Das Festivalticket finden Sie hier: https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1453945 Die Konstellation der geladenen Gäste ergibt ein ganzheitliches Gebilde, das über zwei unterschiedlich gestimmte Tage und insgesamt sechs Konzerte einen spannenden, nuancenreichen Bogen schlägt. Alle teilnehmenden Künstler*innen eint ihre grundsätzliche künstlerische Offenheit und ihre erfolgreiche, weithin anerkannte Arbeit abseits des Mainstreams. Ihre Beiträge ergänzen und bereichern sich, sind sich in bestimmten, teils überraschenden Aspekten aber bereits sehr nahe. Sie bekommen die Möglichkeit, im Anschluss an ihre jeweiligen Performances zusammen mit Musiker*innen des Andromeda Mega Express Orchestra neue Kompositionen zu entwickeln und dabei die einzigartigen Ressourcen des virtuosen und stilistisch offenen Klangkörpers für ihre Ideen zu nutzen. Zu den Höhepunkten des zweitägigen Festivals zählt die Aufführung von Werken des wegweisenden Tonsetzers und Theoretikers Harry Partch durch das Ensemble Musikfabrik. Der US-amerikanische Komponist, der zu den ersten westlichen Komponist*innen zählt, die sich der mikrotonalen Musik zuwandten, erdachte für seine revolutionäre Musik nicht nur eigene Tonsysteme, sondern konstruierte auch neue eindrucksvolle Instrumente, die sehr selten live zu erleben sind. Das Andromeda Mega Express Orchestra komplettiert das Festivalprogramm mit Aufführungen eigener Musik und setzt nach einem Auftritt im Heimathafen Neukölln im Frühjahr 2019 seine Veranstaltungsreihe „Neue Orchesterformen I-III“ fort. Beginnen werden die „Kosmostage“ mit einer Einführung in die Besonderheiten des Instrumentariums von Harry Partch durch Mitglieder des Ensemble Musikfabrik. Das Ensemble verfügt seit 2013 über ein komplett nachgebautes Set des mikrotonalen Instrumentariums mit insgesamt mehr als 50, zum Teil skulpturalen Instrumenten. Das Berliner Andromeda Mega Express Orchestra (AMEO) besteht aus 18 jungen Instrumentalist*innen unterschiedlicher musikalischer und kultureller Herkunft. Gegründet 2006 und geleitet vom Komponisten, Arrangeur und Saxofonisten Daniel Glatzel, bewegt sich das Ensemble kompositorisch und interpretatorisch zwischen und jenseits der gängigen Musikszenen-Aufteilung und gilt als eines der unverkennbarsten und eigenwilligsten Großensembles. AMEO ist für seine unkonventionellen Produktionen über Berlin hinaus bekannt, veröffentlichte bisher drei hochgelobte Alben ausschließlich mit Eigenkompositionen und tritt Jahr für Jahr auf international renommierten Festivals auf.

  • 09.12.Mo
Ohrknacker: Katharina Rosenberger

Ohrknacker: Katharina Rosenberger

Gesprächskonzert mit dem Trio Catch

Ohren öffnen für neue Klänge: In den Konzerten der Reihe „Ohrknacker“ des Trio Catch steht jeweils ein Werk zeitgenössischer Musik im Mittelpunkt, das zweimal gespielt und dazwischen im Austausch mit dem Publikum genauer betrachtet wird – nicht als musikwissenschaftliche Analyse des Werks, sondern als persönliches Gespräch und direkter Austausch über die Musik. Das Trio Catch hat es sich dabei zur Aufgabe gemacht, die unterschiedlichen Klangfarben von Klarinette, Violoncello und Klavier virtuos zur Entfaltung zu bringen und sich gleichzeitig auf die Suche nach einem gemeinsamen, unverwechselbaren Klang zu begeben. Im Dezember ist die Schweizer Komponistin Katharina Rosenberger mit ihrem Stück „surge“ (2018) zu Gast, das bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik uraufgeführt wurde. Das Stück für Bassklarinette, präparierten Flügel und Violoncello befasst sich mit kompositorischen Methoden, wie sie in der elektronischen Musik vorkommen – zum Beispiel mit Sampling, dem Anbringen von Filtern oder additiven Klangverfahren. Musikalisches Material und Passagen werden dabei fortwährend wiederverwertet und modifiziert, der Gestus der Komposition ist vorwärtstreibend. Ein konstanter Energiestrom, analog eines Perpetuum mobiles mit sich rasant windenden Figuren, wird immer wieder von kurzen perkussiven Einschüben unterbrochen. Es entsteht eine Zug-Stoss-Dynamik, welche die Bewegung teils komplett unterbindet oder auch in einen Schwall von Aktivitäten ausbrechen lässt. Boglárka Pecze (Klarinette), Eva Boesch (Violoncello) und Sun-Young Nam (Klavier) trafen sich als Stipendiatinnen bei der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt und gründeten anschließend das Trio Catch - benannt nach dem Werk „Catch“ op. 4 von Thomas Adès. Neben der klassischen Musik bildet die Interpretation zeitgenössischer Musik einen Schwerpunkt ihrer Zusammenarbeit. Das in Hamburg beheimatete Trio arbeitete mit zahlreichen Komponisten zusammen, darunter Mark Andre, Georges Aperghis, Beat Furrer und Helmut Lachenmann. Eine rege Konzerttätigkeit führte das Trio Catch bisher durch ganz Europa sowie zu Festivals wie Ultraschall Berlin, Musica Strasbourg und den Wittener Tagen für neue Kammermusik. Das Trio ist auch in der Musikvermittlung tätig: An der Musikhochschule Hamburg hatte es einen Lehrauftrag inne und gab als Ensemble in Residence Workshops für die Studierenden der Kompositionsklassen. Seit 2016 gestaltet es die eigene Reihe „Ohrknacker“, bei der jeweils eigens für das Trio Catch komponierte Werke in Gesprächskonzerten vorgestellt werden. Katharina Rosenberger, geboren in Zürich, promovierte an der Columbia University in Musical Arts in Composition und ist Professorin im Fachbereich Musik an der University of California, San Diego. Ihre Kompositionen, Installationen und interdisziplinären Bühnenarbeiten wurden bei Festivals wie den Wittener Tagen für neue Kammermusik, Heroines of Sound in Berlin, den KunstFestSpielen Herrenhausen, dem Festival Les Musiques in Marseille, dem Felicja Blumental Festival in Tel Aviv, den Shanghai New Music Days, October Contemporary in Hongkong sowie auf zahlreichen Konzerten in Europa und den USA präsentiert. 2019 ist Katharina Rosenberger Trägerin des Guggenheim-Stipendiums. In der Vergangenheit wurde sie unter anderem mit dem Hellman-Fellowship, San Francisco, dem Sony Scholar Award und einem Kompositionsauftrag der Ernst von Siemens Musikstiftung zu ihrem Werk „Gesang an das noch namenlose Land“ ausgezeichnet. Ihre Musik erscheint auf Hat Hut Records, Unit Records und Akenaton.

  • 10.12.Di
Deniz Utlu

#disPlaced – #rePlaced Salon

Transkultureller Raum für Kunst, Musik und Diskussion

Nach zwei erfolgreichen Festivals im radialsystem 2017 und 2019 wird „#disPlaced – #rePlaced“ als Salonformat fortgeführt, um einen transkulturellen Raum für Kunst, Kultur und Diskussion zu schaffen und bereits entstandene oder zukünftige Begegnungen zu fördern. Das interdisziplinäre deutsch-türkische Projekt, das von İpek İpekçioğlu kuratiert wird, beschäftigt sich mit dem Zustand türkeistämmiger Künstler*innen zwischen den Gesellschaften und Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Heimat. In intimem Rahmen treffen Akteur*innen aus unterschiedlichen Communities und Generationen sowie aus unterschiedlichen künstlerischen und kulturellen Bereichen aufeinander. Performances, Konzerte, Diskussionen, Panels und Lesungen schaffen Raum für einen offenen Austausch, aus dem heraus neue Projekte entstehen können. In der zweiten Ausgabe des Salons im Dezember ist im Anschluss an den vom renk.-magazin – dem ersten deutsch-türkischen Kunst- und Kulturmagazin – kuratierten Talk „Candlelight Döner“ zu aktuellen Themen der Autor Deniz Utlu zu Gast, der aus seinem zweiten Roman „Gegen Morgen“ liest, der im September 2019 bei Suhrkamp erscheint. Darin fragt er nach den Prägungen des menschlichen Daseins und nach Potenzialen und Versäumnissen der eigenen Lebensgeschichte. Im Anschluss präsentieren Maviş Güneşer und Kemal Kahraman politische Klagelieder in der Sprache Zaza aus der Region Ostanatolien. Klagelieder wurden und werden nach einem tragischen Ereignis, das ein persönliches oder kollektives sein kann, sowohl von namentlich bekannten als auch von unbekannten Dichter*innen verfasst. Dabei werden die Lieder nicht als Folklore, sondern als wichtige historische Quellen betrachtet. Als mündliche Überlieferungen und Erinnerungen der Zeitzeug*innen ermöglichen sie einen Zugang zu dem kollektiven Gedächtnis des Volkes.

  • 13.12.Fr
  • 14.12.Sa
  • 15.12.So
Zuhören #4:  From complexity to action

Zuhören #4: Climate change and democracy – From complexity to action

Sasha Waltz & Guests

Die vierte Ausgabe von „Zuhören – Dritter Raum für Kunst und Politik“, erneut geöffnet von Sasha Waltz & Guests, rückt im Dezember 2019 die aktuell drängenden Themenkomplexe Klimakrise und Demokratiewandel in den Fokus. Für ein Wochenende sind Interessierte eingeladen, sich mit lokalen Initiativen, dem Netzwerk der Compagnie und internationalen Gästen auszutauschen. In Workshops, Gesprächen und Interventionen – begleitet von Tanz, Musik und gemeinsamem Essen – werden unterschiedliche Blickwinkel auf unser komplexes Heute beleuchtet, um gemeinsam ins Handeln zu kommen.

  • 06.12. - 07.12.

Kosmostage

Musikfestival

Am 06. und 07. Dezember finden die „Kosmostage“ nach der letzten erfolgreichen Ausgabe 2015 bereits zum zweiten Mal im radialsystem statt. Die „Kosmostage“ sind ein transnationales musikalisches Forum zum Austausch von künstlerischen Standpunkten – kuratiert vom Andromeda Mega Express Orchestra (AMEO). Insbesondere die Vielfalt und Authentizität der teilnehmenden Künstler*innen, die virtuos und originell zwischen Genres wandeln, machen das Festival einzigartig. Das Ensemble Musikfabrik, Jimi Tenor, Stian Westerhus, Robert Aiki Aubrey Lowe und Minhee Park verbinden Elemente von Neuer Musik, Avantgarde Jazz, Ambient Progressive, afrikanischer und asiatischer Musik. Das Festivalticket finden Sie hier: https://radialsystem.reservix.de/p/reservix/event/1453945 Programm Freitag 19.30 Uhr Einführungsgespräch Harry Partch-Instrumente 20 Uhr Ensemble Musikfabrik 21.30 Uhr Stian Westerhus & AMEO, Stian Westerhus solo 23 Uhr Jimi Tenor solo, Jimi Tenor & AMEO Programm Samstag 20 Uhr Robert Aiki Aubrey Lowe solo, Robert Aiki Aubrey Lowe & AMEO 21.30 Uhr Minhee Park solo, Minhee Park & AMEO 23 Uhr Andromeda Mega Express Orchestra Die Konstellation der geladenen Gäste ergibt ein ganzheitliches Gebilde, das über zwei unterschiedlich gestimmte Tage und insgesamt sechs Konzerte einen spannenden, nuancenreichen Bogen schlägt. Alle teilnehmenden Künstler*innen eint ihre grundsätzliche künstlerische Offenheit und ihre erfolgreiche, weithin anerkannte Arbeit abseits des Mainstreams. Ihre Beiträge ergänzen und bereichern sich, sind sich in bestimmten, teils überraschenden Aspekten aber bereits sehr nahe. Sie bekommen die Möglichkeit, im Anschluss an ihre jeweiligen Performances zusammen mit Musiker*innen des Andromeda Mega Express Orchestra neue Kompositionen zu entwickeln und dabei die einzigartigen Ressourcen des virtuosen und stilistisch offenen Klangkörpers für ihre Ideen zu nutzen. Zu den Höhepunkten des zweitägigen Festivals zählt die Aufführung von Werken des wegweisenden Tonsetzers und Theoretikers Harry Partch durch das Ensemble Musikfabrik. Der US-amerikanische Komponist, der zu den ersten westlichen Komponist*innen zählt, die sich der mikrotonalen Musik zuwandten, erdachte für seine revolutionäre Musik nicht nur eigene Tonsysteme, sondern konstruierte auch neue eindrucksvolle Instrumente, die sehr selten live zu erleben sind. Das Andromeda Mega Express Orchestra komplettiert das Festivalprogramm mit Aufführungen eigener Musik und setzt nach einem Auftritt im Heimathafen Neukölln im Frühjahr 2019 seine Veranstaltungsreihe „Neue Orchesterformen I-III“ fort. Beginnen werden die „Kosmostage“ mit einer Einführung in die Besonderheiten des Instrumentariums von Harry Partch durch Mitglieder des Ensemble Musikfabrik. Das Ensemble verfügt seit 2013 über ein komplett nachgebautes Set des mikrotonalen Instrumentariums mit insgesamt mehr als 50, zum Teil skulpturalen Instrumenten. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Tagesticket 28 Euro ermäßigt 20 Euro Festivalticket 45 Euro ermäßigt 40 Euro

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