deen
  • 10.12.Di
Deniz Utlu

#disPlaced – #rePlaced Salon

Transkultureller Raum für Kunst, Musik und Diskussion

Nach zwei erfolgreichen Festivals im radialsystem 2017 und 2019 wird „#disPlaced – #rePlaced“ als Salonformat fortgeführt, um einen transkulturellen Raum für Kunst, Kultur und Diskussion zu schaffen und bereits entstandene oder zukünftige Begegnungen zu fördern. Das interdisziplinäre deutsch-türkische Projekt, das von İpek İpekçioğlu kuratiert wird, beschäftigt sich mit dem Zustand türkeistämmiger Künstler*innen zwischen den Gesellschaften und Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Heimat. In intimem Rahmen treffen Akteur*innen aus unterschiedlichen Communities und Generationen sowie aus unterschiedlichen künstlerischen und kulturellen Bereichen aufeinander. Performances, Konzerte, Diskussionen, Panels und Lesungen schaffen Raum für einen offenen Austausch, aus dem heraus neue Projekte entstehen können. In der zweiten Ausgabe des Salons im Dezember ist im Anschluss an den vom renk.-magazin – dem ersten deutsch-türkischen Kunst- und Kulturmagazin – kuratierten Talk „Candlelight Döner“ zu aktuellen Themen der Autor Deniz Utlu zu Gast, der aus seinem zweiten Roman „Gegen Morgen“ liest, der im September 2019 bei Suhrkamp erscheint. Darin fragt er nach den Prägungen des menschlichen Daseins und nach Potenzialen und Versäumnissen der eigenen Lebensgeschichte. Im Anschluss präsentieren Maviş Güneşer und Kemal Kahraman politische Klagelieder in der Sprache Zaza aus der Region Ostanatolien. Klagelieder wurden und werden nach einem tragischen Ereignis, das ein persönliches oder kollektives sein kann, sowohl von namentlich bekannten als auch von unbekannten Dichter*innen verfasst. Dabei werden die Lieder nicht als Folklore, sondern als wichtige historische Quellen betrachtet. Als mündliche Überlieferungen und Erinnerungen der Zeitzeug*innen ermöglichen sie einen Zugang zu dem kollektiven Gedächtnis des Volkes.

  • 13.12.Fr
  • 14.12.Sa
  • 15.12.So
Zuhören #4:  From complexity to action

Zuhören #4: Climate change and democracy – From complexity to action

Sasha Waltz & Guests

Die vierte Ausgabe von „Zuhören – Dritter Raum für Kunst und Politik“, erneut geöffnet von Sasha Waltz & Guests, rückt im Dezember 2019 die aktuell drängenden Themenkomplexe Klimakrise und Demokratiewandel in den Fokus. Für ein Wochenende sind Interessierte eingeladen, sich mit lokalen Initiativen, dem Netzwerk der Compagnie und internationalen Gästen auszutauschen. In Workshops, Gesprächen und Interventionen – begleitet von Tanz, Musik und gemeinsamem Essen – werden unterschiedliche Blickwinkel auf unser komplexes Heute beleuchtet, um gemeinsam ins Handeln zu kommen.

  • 20.12.Fr
  • 21.12.Sa
  • 22.12.So
Der Ring des Nibelungen

Der Ring des Nibelungen – Peking-Oper trifft auf Musiktheater

Eine deutsch-chinesische Koproduktion

Ein interkulturelles Fest für die Sinne: Wagners RING ist Ausgangspunkt für einen spannenden Dialog zweier Kulturen. In einer Koproduktion mit der berühmten China National Peking Opera Company verbindet die Regisseurin Anna Peschke östliche mit westlichen Traditionen zu einer völlig neuen Theatersprache. Im Sinne eines interkulturellen Austausches treffen die stilisierten Codes der Peking-Oper auf die archaischen Themen des Nibelungen-Mythos. Es entsteht ein bild- und spannungsreiches Musiktheater, das in fremde Welten entführt und dabei gleichzeitig große Fragen unserer Zeit behandelt. Das Spannungsfeld wird musikalisch gespiegelt durch aktuelle europäische und chinesische Kompositionen, die neue musikalische Klangwelten entstehen lassen. Anna Peschke inszeniert seit 2012 zeitgenössische Peking-Oper und schafft als Regisseurin und bildende Künstlerin neue Ausdrucksformen im Spannungsfeld von Performance, Peking-Oper, Installation und Neuer Musik. Nach „Woyzeck“ als Soloperformance mit Peking-Oper-Elementen folgte 2015 „Faust“ – eine Recherche durch die Sprache der Peking-Oper, als Kooperation der italienischen Theaterstiftung ERT und der China National Peking Opera Company. 2017 bekam die Inszenierung die Auszeichnung als „Nationales Leuchtturmprojekt für exzellentes Theater“ des Kulturministeriums der Volksrepublik China und der Kulturabteilung der Stadt Peking. 2015 erhielt Anna Peschke den Tanz- und Theaterpreis der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg, sowie 2012 den Berliner Opernpreis. Wang Huquan ist einer der berühmtesten Regisseur*innen Chinas und Bariton am China National Opera House sowie Mitglied der Chinese Theatre Association und der China Association of Performing Arts. Er absolvierte das Postgraduiertenprogramm der Direktionsabteilung der Central Academy of Drama und wirkte in Opern wie „Carmen“, „Le Nozze di Figaro“, „Rigoletto“ und „Schwester Jiang“ mit. Als Regisseur von nationalem Rang inszenierte er sowohl zahlreiche chinesische Werke als auch westliches Repertoire, u.a. „Il Barbiere di Siviglia“, „Turandot“, „Tannhäuser“, „Der Ring des Nibelungen: Das Rheingold“. Für seine Arbeiten erhielt er viele bedeutsame Auszeichnungen.

  • 23.12.Mo
Luise Enzian

The Night before Christmas

Konzert mit Barockharfe und Saxofon

Freiheit und Improvisation: In einer ungewöhnlichen Instrumentierung greifen am Vorweihnachtsabend die Harfenistin Luise Enzian und die Saxofonistin Asya Fateyeva Impulse des freien und virtuosen „Stylus Phantasticus“ – eine Kompositionsmethode des Barock – auf und entwickeln spielerische Adaptionen für Saxofon und Barockharfe. „Die Verkündigung“ von Heinrich Ignaz Franz Biber und Werke von Giovanni Antonio Pandolfi Mealli bilden dabei die Grundlage, die um Ostinato-Stücke weiterer Komponist*innen ergänzt wird. Weiterhin umfasst das Programm der beiden jungen und preisgekrönten Künstlerinnen freie Improvisationen über Bassmodelle von Komponist*innen wie Ascanio Mayone und Johann Jakob Froberger für Harfe solo. Charakterisiert durch Freiheit von formalen Vorgaben durch Text oder festgelegte Harmonien, prägte der „Stylus Phantasticus“ mehrere Generationen von hochkreativen Musiker*innen. Im „Stylus Phantasticus“ gehaltene Werke zeichnen sich durch ein aus der Improvisationspraxis abgeleitetes dramatisches Spiel aus, bei dem kurze, unterschiedliche und teilweise dissonante, bizarre Figuren auf originelle Weise miteinander verknüpft werden. Dies geschieht durch die Verwendung von Ostinato-Strukturen, über denen die Soloinstrumente, ähnlich wie in der heutigen Improvisationspraxis des Jazz, komplexe Kontrapunkte entwickeln. Luise Enzian, 1987 geboren, begann nach zwei Ersten Bundespreisen bei „Jugend Musiziert“ ihr Vorstudium an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt. 2014 schloss sie ihr Studium der Konzertharfe an der HfM Trossingen mit hervorragender Endnote ab. Parallel begann Luise Enzian ein Zweitstudium der Barockharfe in der Lautenklasse bei Prof. Rolf Lislevand und nahm an verschiedenen Meisterkursen teil. Luise Enzian trat sowohl solistisch als auch im Orchester in Erscheinung; als regelmäßige Aushilfe beim Radio-Sinfonieorchester des SWR in Stuttgart trat sie europaweit auf. Sie wirkte bei CD-Produktionen des SWR mit, trat live in der ARD, dem Deutschlandfunk und dem MDR Figaro auf und ist seit 2016 Stipendiatin des Yehudi Menuhin Live Music Now e.V. Luise Enzian lebt in Berlin und führt ihr Barockharfenstudium bei Margret Köll an der HfM Hanns Eisler fort. Asya Fateyeva, 1990 auf der Krim geboren, widmet sich als klassische Saxofonistin neben Originalwerken für ihr Instrument auch Werken aus dem Barock, der Klassik und der Romantik. Als Tenorsaxofonistin gehörte sie zum renommierten Alliage-Quintett. Seit 2014 unterrichtet sie klassisches Saxofon an der Musikhochschule Münster. Asya Fateyeva erhielt neben dem 3. Preis beim Internationalen Adolphe-Sax-Wettbewerb 2014 zahlreiche erste Preise bei Wettbewerben in Russland, Frankreich und Deutschland. Seit 2006 ist sie Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben und bekam in diesem Rahmen das Gerd-Bucerius-Förderstipendium der ZEIT-Stiftung. 2015 wurde Asya Fateyeva der mit 10.000 Euro dotierte Berenberg Kulturpreis verliehen. Asya Fateyeva spielte mit zahlreichen namhaften internationalen Orchestern wie den Wiener Symphonikern und trat bei Festivals u.a. in Colmar, Köln, Moskau und Sankt Petersburg auf. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Hochschule für Musik in Köln und bei Studienaufenthalten in Paris und Lyon. Zurzeit vervollkommnet sie ihre Ausbildung im Aufbaustudiengang Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

  • 13.12. - 15.12.

Zuhören #4: From complexity to action

Sasha Waltz & Guests

Die vierte Ausgabe des von Sasha Waltz & Guests begründeten „Dritten Raum für Kunst und Politik“ sucht neue und aktuelle Herausforderungen: Nach drei Editionen 2016 und 2017 rund um das aktive Zuhören und neue Communitys stellt Sasha Waltz & Guests nun die drängenden Themenkomplexe Klimakrise und Demokratiewandel in den Fokus. Die Compagnie lädt an einem Wochenende Menschen ins radialsystem ein, um lokale Initiativen, das Netzwerk der Compagnie und internationale Gäste kennenzulernen, sich auszutauschen, im Dialog Neues zu erfahren und Altes in Frage zu stellen. In einem kollektiven Prozess, der Kopf, Herz und Füße anspricht, werden unterschiedliche Blickwinkel auf unser komplexes Heute beleuchtet – um gemeinsam ins Handeln zu kommen. Workshops, Gespräche und Interventionen werden von Tanz, Musik und gemeinsamem Essen begleitet. Ein Wochenende im Zeichen der Empathie, des genussvollen Lernens und der Partizipation. Für neue Verbindungen über die Grenzen von Kunst, Naturwissenschaft, Politik, Philosophie und Zivilgesellschaft hinaus! Veranstaltung auf Deutsch/Englisch mit kollektiver Übersetzung nach Bedarf. Ticket Freitag 10 Euro ermäßigt 8 Euro Tagesticket Samstag oder Sonntag 15 Euro ermäßigt 10 Euro Kombiticket Samstag und Sonntag 25 Euro ermäßigt 18 Euro Jugendliche bis 16 Jahren Eintritt frei Altersempfehlung: Jugendliche ab 14 Jahren Tickets inkl. kleinem Essen und Tee Den genauen Ablauf des Wochenendes finden Sie ab Anfang Dezember unter www.sashawaltz.de und www.radialsystem.de „Zuhören – Dritter Raum für Kunst und Politik“ ist ein Projekt von Sasha Waltz & Guests I Education & Community, unterstützt von der Radial Stiftung. Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Hauptstadtkulturfonds.

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